Juli-Zeitqualität & Übergänge

Vom Licht in die Tiefe: Wie sich Juli, Lammas und mein eigener Weg begegnen

Der Jahreskreis, wie ich ihn liebe und lehre, ist kein starrer Kalender mit festen Datumsmarken, sondern ein lebendiger Rhythmus aus Sonnenkraft und Mondwellen. Und genau das durfte ich im Juli auf eine sehr kraftvolle, manchmal auch herausfordernde Weise erleben.

Die Sommersonnenwende liegt nun einige Wochen zurück. Der Höhepunkt des Lichts ist überschritten. Ja, du liest richtig, auch wenn viele von uns sich jetzt erst so richtig im Hochsommer fühlen, befinden wir uns energetisch schon auf dem Rückweg. Die Tage werden kürzer, die Nächte wieder länger. Der Juli trägt diese besondere Mischung aus Reife, Überfluss, beginnender Ernte – und gleichzeitig das erste sanfte Loslassen.

 

Jahreskreisfest: Lammas: Ein Mondwellenfest mitten im Füllemonat

Im keltischen Jahreskreis wird Anfang August Lammas oder Lughnasadh gefeiert – das erste Erntefest. Es ist kein Sonnenfest mit astronomisch fixem Datum wie die Sonnwenden, sondern ein Mondfest. Und für mich bedeutet das: Es richtet sich nicht nach unserem modernen Kalender, sondern nach dem Mond und somit nach unserem inneren Rhythmus. Nach dem Moment, in dem wir spüren: Etwas geht zu Ende, auch wenn es im Außen noch üppig in Kraft steht.

Im Zyklusvergleich steht dieses Fest für den Beginn der Lutealphase – jene Zeit nach dem Eisprung, in der vieles in uns sich innerlich sortiert. Vielleicht spüren wir schon erste Müdigkeit, das Bedürfnis uns zurückzuziehen. Es ist eine Phase der Klarheit: Was trägt Frucht? Was darf noch reifen? Was war Versuch, aber keine Ernte?

Und genau diese Fragen begleiteten mich durch den Juli.

 

Mein persönlicher Sommerwendepunkt

Ich bin diesen Monat aus der Deckung gekommen. Nach Jahren innerer Prozesse, nach einer langen Phase von »sichtbar aber unsichtbar sein«, habe ich mich entschieden, mit meiner Zyklus Clarity Session das erste echte, greifbare Angebot auf meiner Webseite zu verankern.

Vielleicht klingt das für manche nach einem kleinen Schritt. Aber für mich war es ein großer: Denn ich habe viele Jahre eine Art Schein-Sichtbarkeit aufrechterhalten. Meine Webseite war da. Meine Texte auch. Und gleichzeitig war da die Hoffnung, dass niemand sie wirklich findet. Aus Angst, dass jemand mich bucht – und ich mich wirklich zeigen muss.

Jetzt bin ich bereit. Weil ich spüre: Ich habe so viel zu geben. Und ich möchte nicht länger nur senden, sondern auch empfangen. Das ist für mich der wahre Kern von Lammas: Das, was reif ist, darf jetzt geerntet werden. Und was sich nicht gezeigt hat, darf ich loslassen.

 

Kollektive Übergänge: Was euch beschäftigt

Ich habe euch auf Instagram gefragt, wo ihr euch gerade den meisten Halt und Inspiration wünscht. Die Antwort war deutlich: Lebenszyklen & Übergänge. Viele sprachen davon, dass sie sich im Alltag verlieren. Es fehlt an Motivation. Vieles muss getan werden, aber kein richtiger Anfang ist spürbar. Von Ende gar keine Sicht. Und da ist eine riesige Sehnsucht nach Struktur, Klarheit, aber auch nach Sanftheit.

Und ich möchte euch sagen: Ihr seid nicht allein. Es ist gerade diese Schwelle, die uns kollektiv herausfordert. Der Hochsommer mit seinem vollen Licht kann genauso überfordern, wie er inspirieren kann. Es ist nicht verwunderlich, dass jetzt viele das Gefühl haben: »Ich weiß nicht mehr, wo ich stehe.«

 

Übergänge brauchen Raum

Was mir geholfen hat: Mich herauszunehmen. Hinauszugehen. Räume zu wechseln. Nicht sofort zu wissen, was als Nächstes kommt. Sondern erstmal zu spüren: Was ist überhaupt gerade da? Was wirkt noch nach? Und welche Impulse kommen vielleicht von ganz allein?

Für mich war das nie ein linearer Weg. Es ist eher ein Pendeln: zwischen Klarheit und Chaos. Zwischen Lust und Erschöpfung. Zwischen »ich will was teilen« und »ich will einfach nur meine Ruhe«.

Und genau dafür sind die Übergänge da. Sie bringen uns nicht sofort an ein Ziel. Aber sie öffnen innere Türen.

 

Einladung zur Zyklus Clarity Session

Wenn du gerade an einem ähnlichen Punkt stehst, lade ich dich ein, mit mir gemeinsam deinen eigenen Rhythmus zu erforschen. In der Zyklus Clarity Session schauen wir:

  • In welchem Übergang stehst du gerade?
  • Was will sich bei dir wandeln, ordnen, vielleicht auch verabschieden?
  • Wie kannst du deine inneren Zyklen mit der Kraft des Außen verbinden?

Es geht nicht um Leistung oder To-dos. Sondern um Hinspüren. Sortieren. Erkennen. Und daraus vielleicht den nächsten kleinen Schritt gehen.

Der Sommer ist nicht vorbei. Aber er verändert seine Farbe. Lammas erinnert uns daran, dass jeder Übergang Teil eines größeren Rhythmus ist. Dass Klarheit nicht immer laut beginnt, sondern oft in der Tiefe entsteht.

Ich gehe meinen Weg weiter – in aufsteigenden Kreisen, Spiralen, nicht in Geraden. Und ich freue mich, wenn du ein Stück mitgehst.

 

Eine Herzensumarmung zu dir,

Monika.

 

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