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Januar 2026

Januar 2026

Januar 2026

Januar – ein leises Ankommen

Wir haben Januar. Heute, während ich diese Zeilen schreibe, ist es der 18. Januar. Für mich fühlt sich dieser Tag wie ein stiller Wendepunkt an, nicht als Neubeginn, sondern als ein erstes inneres Aufrichten nach einer Zeit des Ruhens. Heute ist Neumond, der erste Neumond nach der Wintersonnenwende, und mit ihm beginnt für mich die Integration meiner Rauhnachtsaufschriebe. Vielleicht ist genau das der Moment, an dem sich dieses neue Jahr für mich überhaupt erst zu zeigen beginnt.

Ich starte schon seit vielen Jahren nicht mit dieser lauten Neujahrsenergie am 1. Januar. Ich lehne sie nicht ab, sie fühlt sich einfach nicht wahr für mich an. Dieses kollektive „Jetzt geht es los“, dieses sofortige Vorwärtsdrängen, dieses Neusortieren, Planen und Entscheiden – ich war da irgendwie meist noch ganz woanders. Und das bin ich auch heute noch.

Natürlich unterordne ich mich gesellschaftlich dem Kalender. Wir brauchen ja diese Art der Struktur, diese gemeinsame Linie, an der wir uns orientieren können. Sie hilft uns, uns zu koordinieren, Termine zu finden, uns zu verabreden, gemeinsam Zeit zu gestalten. Und dennoch erzählt mein inneres Erleben seit vielen Jahren eine andere Wahrheit.

Für mich beginnt ein neuer Zyklus nicht am 1. Januar. Er beginnt mit der Wintersonnenwende im Dezember. In der tiefsten Dunkelheit. In einem Moment, der nichts fordert, nichts verspricht und nichts sichtbar macht. Für mich gibt es auch nicht den klaren Neubeginn im herkömmlichen Sinn, sondern ein kontinuierliches Übergehen, ein Weiterfließen von einem Zyklus in den nächsten.

Dieses Verständnis begleitet mich nicht nur im Jahreskreis, sondern auch in meinem Körper. Mein persönlicher, weiblicher Zyklus beginnt nicht mit der Follikelphase (dem inneren Frühling), sondern mit der Blutung (dem inneren Winter). Mit dem Rückzug. Mit dem Stillwerden. Mit dem Loslassen. Dort, wo nichts aufgebaut wird, sondern Raum entsteht. Und so fühlt sich für mich auch diese Zeit im Jahr an.

Die Phase zwischen der Wintersonnenwende und dem ersten Neumond danach ist für mich eine zutiefst eingekehrte Zeit. Eine Zeit, in der ich kaum etwas tue, kaum filtere, kaum einordne. Ich empfange, ohne zu wissen, was davon bleiben wird. Ich lasse Eindrücke, Gedanken, Bilder und Empfindungen einfach durch mich hindurchziehen, ohne sie sofort zu deuten oder zu formen. So, wie es auch während der Periode geschieht, wenn der Körper nicht nach Leistung fragt, sondern nach Präsenz.

Erst jetzt, mit diesem ersten Neumond nach der Wintersonnenwende, zeigt sich für mich etwas wie Klarheit. Auch hier spreche ich nicht von Zielen oder Plänen, sondern eher von einem inneren Spüren. Das gehört zu mir. Das nicht mehr. Das darf wachsen. Das darf noch warten. Diese Klarheit ist nicht laut. Sie kommt nicht mit einem Feuerwerk, sondern eher wie ein leises Wissen.

Vielleicht fühlt es sich für mich deshalb stimmig an, erst jetzt, Mitte Januar, langsam im neuen Jahr anzukommen. Wahrnehmung steht im Vordergrund, ein geduldiges Lauschen, das meinem Nervensystem, meinem Zyklus und meinem inneren Rhythmus entspricht.

Ich weiß, dass jeder Mensch, insbesondere jede Frau ihren eigenen Zugang zu Zyklen, Neubeginn und Übergängen finden darf. Das hier ist kein allgemeingültiges Modell, sondern mein persönliches Erleben. Und dennoch teile ich es, weil ich weiß, dass viele Frauen sich in dieser Zwischenzeit seltsam fehl am Platz fühlen. Zu spät für Neujahr. Zu früh für echte Klarheit. Noch müde, noch nach innen gezogen.

Genau das ist der Raum, den wir uns erlauben dürfen. Ein langsames Ankommen. Ein Hineinspüren. Ein Jahr, das nicht mit einem Kalenderblatt beginnt, sondern mit einem Atemzug.

Dieser 18. Januar fühlt sich für mich wie ein leises Aufrichten an, nach einer langen Zeit der Dunkelheit. Und darin liegt bereits genug.

Eine Herzensumarmung zu dir,

Monika.

 

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Dezember 2025

Dezember 2025

Dezember 2025

Dezember 2025 – Ein persönlicher Erfahrungsbericht, körperliche Übergänge und das Bleiben mitten im Prozess.

Es ist Dezember geworden, es ist noch immer 2025 und irgendwie ist es mir ein Bedürfnis, mich in diesem Jahr noch einmal zu melden. 2025 – was für ein Jahr. Was für Prozesse. Oder waren es vielleicht gar nicht nur diese zwölf Monate, sondern die letzten fünf Jahre, die mein gesamtes Leben auf den Kopf gestellt haben? Während ich das schreibe, merke ich, dass sich diese Frage gar nicht eindeutig beantworten lässt. Also schreibe ich. Nach vielen Monaten des Stillseins, weil dieser Zeitpunkt sich innerlich nicht länger verschieben lässt, wenn auch noch lange nichts abgeschlossen oder sortiert ist.

Seit Juni habe ich mich kaum öffentlich mitgeteilt. Es war kein Rückzug im klassischen Sinn, sondern weil mein Körper, mein Nervensystem und mein gesamtes Inneres eine Intensität erfahren haben, die nicht wirklich Raum dafür gelassen hat. Alles, was an Energie vorhanden war, wurde gebraucht, um dazubleiben. Um durchzukommen. Hört sich das heftig an? Ja, das ist es auch.

In dieser Zeit ist vieles durch mich hindurchgegangen: körperliche Prozesse, die mich immer wieder an Grenzen geführt haben und mich teilweise noch immer herausfordern, Entscheidungen, die nicht leicht waren und schließlich auch Diagnosen, die einem Zustand einen Namen gegeben haben, der lange diffus im Raum stand. Diese Diagnosen sind kein Endpunkt und auch keine Erklärung für alles. Sie sind für mich eher ein Moment des Ausatmens, ein Innehalten, an dem mir klar wurde, dass ich einen Weg wählen muss, der meinem gesamten System gerecht wird – nicht nur einzelnen Symptomen.

Wenn ich dich mitnehme durch die letzten Monate hinein in diesen Dezember und gleichzeitig schon leise hinaus in ein neues Jahr, dann beginnt diese Geschichte eigentlich viel früher. Wie so oft, wenn wir uns die Zeit nehmen zurückzublicken (und welcher Monat eignet sich dafür besser als der Dezember). Es geht nicht nur um die vergangenen Monate, sondern tatsächlich um die letzten fünf Jahre, die Erfahrungen in mein Leben gebracht haben, mit denen ich lange nicht wirklich abschließen konnte.

Da war der plötzliche Tod meines Vaters, der in seiner Dramatik fast an einen Tatort-Krimi erinnerte, und die massive Wende, die mein Leben danach nahm. Von einem Moment auf den anderen übernahm ich Verantwortung für meine Mutter. Sie zog zu uns auf die Kanaren und ich begann einen völlig neuen Weg zu gehen. Eine Ausbildung folgte der nächsten und irgendwann hatte ich das Gefühl, meinem eigenen Leben nicht mehr hinterherzukommen. Als meine Mutter zurück in unsere Heimat Polen zog, blieb in mir etwas zurück, das sich wie ein großes Loch anfühlte. Damals wusste ich noch nicht, dass dieses innere Bild bald eine sehr reale Entsprechung finden würde.

Der Vulkanausbruch in meiner neuen Wahlheimat La Palma nahm mir und meiner kleinen Familie alles. Und wenn ich „alles“ schreibe, dann meine ich das wortwörtlich. Wir hatten keine Zeit, etwas einzupacken, nichts zu retten. Unser gesamter Besitz liegt heute unter erstarrtem Gestein begraben. Da war es also, dieses Loch, diese Leere. Doch wieder, wie schon nach dem Tod meines Vaters, gab es keine Pause. Kein Ankommen in dem was ist. Wir gingen auf Reisen, bis in meine alte Heimat, renovierten dort im Akkord das Haus meiner Mutter, nur um kurze Zeit später wieder aufzubrechen. Nach Außen klang alles nach Abstand, Wintermomente in Polen, glitzernde Weihnachtszeit für uns, doch im Inneren gab es kein Ausatmen. Zurück auf La Palma, direkt hinein ins nächste Abenteuer: den Aufbau der Selbstständigkeit, denn es muss doch weiter gehen. Andere waren hier geblieben und hatten bereits neues Fundament – im wahrsten Sinne des Wortes. Sie bauten neue Häuser und hatten sich, so wirkte es zumindest im Außen, neu sortiert. Und so kam es auch für uns, als wäre das nicht genug, ein uraltes Haus, das wir nun in Eigenleistung kernsanieren.

Zwischendurch, fast beiläufig, Hochzeit, Schwangerschaft und schließlich eine Fehlgeburt im zweiten Trimester. Wenn ich das heute so niederschreibe, schüttele ich selbst den Kopf. Es wundert mich kein bisschen, dass mein gesamtes System in diesem Jahr zusammengebrochen ist.

Im Januar landete ich im Krankenhaus mit drei gleichzeitigen Lungeninfekten und dem Verdacht auf Herzrhythmusstörungen. Im Februar stellte ich meine Ernährung radikal um. Ein Detox, sehr viel Bewegung, und ich fühlte mich wie neu geboren – bis Juni. Denn neu geboren war ich nicht. Ich hatte wieder eine weitere Strategie gewählt, aber keinen wirklichen Moment des Ausatmens. Ich arbeitete weiter, hielt weiter alles zusammen, blieb im permanenten On-Modus. Mein System kollabierte. Notaufnahme. Unzählige Untersuchungen. Kein Befund. Wieder nach Hause. Mein leiser Verdacht, dass verschiedene Themen ineinandergreifen, unter anderem die Perimenopause, wurden immer mit einem Belächeln abgeschmettert.

Es folgten Monate mit Arztbesuchen, Spezialist:innen, Fragen. Ist es das Herz? Die Lunge? Sind es die Hormone? Doch die Perimenopause? Die Antwort lautete immer wieder: Nein. Es sei „nur“ Ansiedad, eine Angststörung. Während mein Körper mir entgleiste, hielten sich viele Ärzt:innen an meinem Gewicht fest und/oder schoben alles auf die Psyche. Ich verstehe den Ansatz, gerade nach allem, was passiert ist. Dennoch hatte ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass dies die ganze Wahrheit ist. Ich habe eine gute Kommunikation mit meinem Körper und dieser erzählte mir etwas anderes.

Also ging es immer wieder in die Notaufnahme. Es wurden mir Medikamente verschrieben, dann noch mehr Medikamente, die ich nach Wochen des Ausprobierens wieder absetzte. Ich spürte sehr klar: Das ist nicht das, was hier behandelt werden will. Immer wieder sprach ich die Möglichkeit der Perimenopause an und wurde ignoriert oder abgewunken. Zu jung. Ich blute ja noch. Dann kam ein Vertretungsarzt. Einer, der mir nicht nur zuhörte, der mich sah, der mich bestätigte. Ich fasste den Mut, auf Ursachenforschung zu bestehen, statt mich weiter ausschließlich symptomatisch behandeln zu lassen.

Ich habe mich bewusst gegen schnelle Lösungen entschieden, gegen vorschnelle Medikation und gegen das Bedürfnis, etwas sofort „in Ordnung“ bringen zu müssen. Stattdessen gehe ich nun einen integralen Weg, der Körper, Psyche und Nervensystem gleichermaßen mit einbezieht und mir erlaubt, in meinem Tempo zu bleiben. Das ist kein bequemer Weg und ganz sicher nicht der einfachere. Er ist langsamer, oft unklar und verlangt viel innere Ehrlichkeit und dennoch fühlt er sich für mich stimmig an.

Diese persönliche Erfahrung fällt nicht zufällig in den Dezember. Diese Zeit trägt kollektiv eine Qualität von Rückzug, Bilanz und Verdichtung in sich, gleichzeitig spüre ich immer deutlicher eine innere Distanz zu dem, was wir aus dieser Zeit oft machen. In den letzten Jahren habe auch ich viel Wert auf Rituale gelegt, auf feste Abläufe rund um die Rauhnächte, auf bewusste Übergänge, auf Reflexion und Ausrichtung. All das hatte seinen Platz und seine Berechtigung. Die alte Weisheit ist nicht verschwunden. Ich trage sie weiterhin in mir.

Was sich verändert hat, ist mein Bedürfnis, diese Weisheit zu inszenieren oder durch Formen festzuhalten, die meinem heutigen Leben nicht mehr entsprechen. Ich merke, wie müde mich dieses ständige Mehr an Ritualen, Fragen, Optimierungsversuchen und innerer Arbeit gemacht hat. Dieses Gefühl, selbst im Stillwerden noch etwas leisten, klären oder vorbereiten zu müssen, fühlt sich für mich nicht mehr wahr an.

Lass das bitte nochmal wirken. Gerade in jener Zeit der Stille haben wir etwas erschaffen, das uns mit dem Vorwand lockt, diese Phase bewusst zu durchschreiten, während wir uns in Wirklichkeit noch mehr auf die To-do-Liste laden als im ohnehin schon vollen Jahr. Auch das Dunkel, auch der Rückzug, auch der Jahreswechsel sind zu etwas geworden, das erfüllt, gestaltet und „richtig gemacht“ werden will.

Ich möchte mich nicht mehr durch Sperr- und Rauhnächte tragen, nur weil es dazugehört und ich möchte keine Rituale mehr erfüllen, wenn mein Körper nach Ruhe und Einfachheit ruft. Vielleicht ist genau das meine Art, dieser Zeit zu begegnen. Nicht mit Form, nicht mit Struktur, sondern mit Ehrlichkeit.

Wenn ich auf mein Leben schaue, auf diese letzten Jahre, auf meinen Körper und auf das, was sich gerade durch mich hindurch bewegt, dann ergibt vieles plötzlich Sinn, ohne erklärt werden zu müssen. Diese Übergänge, diese Erschöpfung, dieses langsame Abschälen von dem, was einmal getragen hat – all das passt zu einer Lebensphase, die nicht klar beginnt und nicht klar endet. Die (Peri)Menopause ist kein kurzer Abschnitt mit Hitzewellen, den man „hinter sich bringt“. Sie ist ein langer Prozess des Umlernens, des Neu-Verkörpert-Werdens, ein Abschied von alten Rhythmen und ein vorsichtiges Tasten nach neuen.

Vielleicht ist es deshalb gerade jetzt stimmig, nichts festhalten zu wollen. Vielleicht ist es deshalb richtig, mich nicht auszurichten, nicht vorzubereiten, nicht zu optimieren, sondern einfach da zu sein. In dieser Zwischenzeit. In diesen Tagen und Nächten, die nicht laut sind. In einem Dezember, der nichts von mir will, außer Präsenz. Ich habe nicht das Gefühl, etwas zu verlieren, sondern eher, etwas abzustreifen, das mir einmal gedient hat und jetzt zu eng geworden ist. Unsere Menschheit entwickelt sich weiter, und mit ihr darf sich auch unsere Spiritualität verändern. Weniger festgelegte Formen, mehr gelebte Wahrheit. Weniger Konzepte, mehr Körper. Weniger Optimierung, mehr ehrliche Wahrnehmung dessen, was gerade wirklich da ist.

Ich weiß noch nicht, wie dieser Weg weitergeht. Ich weiß nur, dass ich ihn nicht rückblickend erzählen möchte, wenn alles sortiert ist. Ich möchte ihn teilen, während ich ihn gehe. Langsam, unperfekt & körpernah. Weil genau das im Moment wahr ist. Und weil es vielleicht anderen Frauen zeigt, dass sie nicht alleine sind, wenn sich gerade nichts rund anfühlt.

So ist dieser Text ist kein klassischer Neustart und kein Versprechen auf irgendwas. Er ist ein leises Zeichen aus der Mitte meines Prozesses heraus, dass ich noch da bin und weitergehe – ohne Eile und ohne Anspruch auf Vollständigkeit und vielleicht ist das für diesen Dezember 2025 mehr als genug.

 

Eine Herzensumarmung zu dir,

Monika.

 

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Geranie, Herzraum und das Fallen der Masken

Geranie, Herzraum und das Fallen der Masken

Geranie, Herzraum und das Fallen der Masken

Geranie, Herzraum und das Fallen der Masken: Wie ich zu meinen Wurzeln zurückfand und meinen Raum einnehme

Ich weiß gar nicht, wo ich beginnen soll, weil sich dieser Text wie ein ganzes Kapitel meines Lebens anfühlt. Anfang dieses Jahres erlebte ich etwas, das alles veränderte. Ich lag im Krankenhaus, überzeugt davon, dass ich sterbe. Als mich die Sanitäter in den Krankenwagen schoben, sah ich meine Kinder an und dachte, ich sehe sie zum letzten Mal. Ich stellte mir vor, wie sie ohne mich aufwachsen müssten. Es war ein Moment, der mich bis ins Mark erschütterte. Ich war gerade frisch selbstständig, voller Visionen, auch für meine Familie. Ich wollte ihnen ein gutes Leben bieten, eine liebende und begleitende Mutter und irgendwann auch eine Oma sein, über die gesprochen wird, wenn sie im hohen Alter gehen wird. Und dann lag ich da, mit Todesangst im Herzen und der Frage, ob das alles schon vorbei ist, bevor es richtig beginnt.

Nach unzähligen Untersuchungen, war der Befund es seien „nur“ schwere Infekte der Atemwege, Sauerstoffmangel, Erschöpfung und eben die daraus resultierenden Körpersymptome. Ich durfte nach Hause, die Symptome kamen immer wieder. Viele Medikamente, viel „unnatürliches“ … mein Körper gab mir klare Zeichen, dass es das nicht sein kann. Ich stellte mein Leben komplett um, machte einen radikalen Detox, veränderte meine Ernährung, nahm mir Zeit zum Heilen. Es ging mir besser. Ich fühlte mich stark, neu geboren – und dann kehrten die Symptome plötzlich zurück. Ohne Infekt, einfach so. Ich wusste, es war kein Zufall. Es war mein Körper, mein Nervensystem, das nach etwas viel Tieferem rief.

Wenn eine Pflanze dich ruft

Die Natur spricht mit uns, und sie sprach mit mir.

Ich hatte seit Wochen inneren Prozessen gelauscht. Mich immer wieder Glaubenssätzen und alten Themen gestellt. Mich begleitet. Techniken angewendet, die kurzzeitig Linderung brachten, und immer wieder mit dem Körper gearbeitet. Schließlich kenne ich mich ja aus … es müsste doch besser werden.

Und dann passierte es: Ich stand im Bad, meine Öle vor mir. Da sah ich das Fläschchen Geranie. Sie schrie mich förmlich an, und ich griff danach, ohne zu wissen, warum. Ich trug sie auf meine Brust auf – und spürte sofort eine Erleichterung in meinem Herzraum. Erst später las ich, dass Geranie für Herzheilung steht, für Vertrauen, für die Verbindung zu den elterlichen Wurzeln. Mir lief es kalt den Rücken hinunter. Genau das brauchte ich in diesem Moment.

Zurück zu meinen Wurzeln

Geranie war mehr als ein Duft. Sie war eine Brücke – zurück zu meiner Oma in Polen, die ihre Fensterbänke voller Geranien hatte, die sich über jede Blüte freute. Ich roch wieder diesen Duft, erinnerte mich an ihre Freude und an all das, was ich von ihr gelernt habe – Weisheit, Liebe, aber auch Schmerz. All das durfte nun gesehen und geheilt werden. Mit der Geranie kam Polen wieder in mein Herz. Es geht so tief, dass ich sogar letzte Woche einen polnischen Instagramaccount angelegt habe, weil ich spürte: Ich darf alle meine Wurzeln leben, nichts mehr verstecken.

Ich darf die Masken fallen lassen und mich zeigen – mit allem, was mich ausmacht.

Seit kleinster Kindheit begleiten mich pflanzliche Auszüge und ätherische Öle. Seit 10 Jahren bin ich auch beruflich tief in die Welt jener kostbaren Essenzen eingetaucht. Ich habe sie bei meinen Geburten genutzt, für meine Kinder, für meine Familie, für Freunde, für mich. Lange habe ich mich von ihnen distanziert, weil ich mir habe einreden lassen, dass das Geschäftsmodell dahinter nicht „richtig“ sei. Aber warum sollte ich mich von etwas entfernen, das mich so tief unterstützt? Ich arbeite wieder mit doTERRA, weil ich daran glaube, dass Natur uns heilen kann – und ich möchte diesen Weg mit denen teilen, die sich davon gerufen fühlen. Wer bleiben will, ist willkommen. Wer geht, darf gehen. Wir müssen einander nicht mehr halten, wenn es keinem etwas dient.

Ich möchte Frauen begleiten, die wie ich ihre Masken ablegen und ihren Raum einnehmen wollen. Ich möchte, dass du weißt: Es ist okay, verletzlich zu sein. Es ist okay, durch dunkle Täler zu gehen. Es ist okay, neu zu beginnen – und genau dafür habe ich auch die Zyklus Clarity Session ins Leben gerufen: ein Raum, in dem du dich selbst wieder spüren darfst und erkennst, wo du gerade stehst.

Die Geranie hat mir gezeigt: Heilung beginnt oft leise. Mit einem Duft. Mit einer Erinnerung. Mit dem Mut, hinzusehen. Vielleicht gibt es auch in deinem Leben etwas, das immer wieder vor dir auftaucht – eine Pflanze, ein Gedanke, ein Gefühl. Sieh hin. Hör hin. Ganz sicher ist es ein Schlüssel auf dem Weg zurück zu dir.

Ich danke dir von Herzen, dass du dir die Zeit genommen hast, diese Zeilen zu lesen. Es bedeutet mir so viel, diesen Raum mit dir zu teilen und dich mitzunehmen auf meinen Weg. Deine Offenheit und dein Hiersein sind ein Geschenk, das ich zutiefst wertschätze.

Eine Herzensumarmung zu dir.

Monika

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Geranie, Herzraum und das Fallen der Masken

Juli-Zeitqualität & Übergänge

Juli-Zeitqualität & Übergänge

Vom Licht in die Tiefe: Wie sich Juli, Lammas und mein eigener Weg begegnen

Der Jahreskreis, wie ich ihn liebe und lehre, ist kein starrer Kalender mit festen Datumsmarken, sondern ein lebendiger Rhythmus aus Sonnenkraft und Mondwellen. Und genau das durfte ich im Juli auf eine sehr kraftvolle, manchmal auch herausfordernde Weise erleben.

Die Sommersonnenwende liegt nun einige Wochen zurück. Der Höhepunkt des Lichts ist überschritten. Ja, du liest richtig, auch wenn viele von uns sich jetzt erst so richtig im Hochsommer fühlen, befinden wir uns energetisch schon auf dem Rückweg. Die Tage werden kürzer, die Nächte wieder länger. Der Juli trägt diese besondere Mischung aus Reife, Überfluss, beginnender Ernte – und gleichzeitig das erste sanfte Loslassen.

 

Jahreskreisfest: Lammas: Ein Mondwellenfest mitten im Füllemonat

Im keltischen Jahreskreis wird Anfang August Lammas oder Lughnasadh gefeiert – das erste Erntefest. Es ist kein Sonnenfest mit astronomisch fixem Datum wie die Sonnwenden, sondern ein Mondfest. Und für mich bedeutet das: Es richtet sich nicht nach unserem modernen Kalender, sondern nach dem Mond und somit nach unserem inneren Rhythmus. Nach dem Moment, in dem wir spüren: Etwas geht zu Ende, auch wenn es im Außen noch üppig in Kraft steht.

Im Zyklusvergleich steht dieses Fest für den Beginn der Lutealphase – jene Zeit nach dem Eisprung, in der vieles in uns sich innerlich sortiert. Vielleicht spüren wir schon erste Müdigkeit, das Bedürfnis uns zurückzuziehen. Es ist eine Phase der Klarheit: Was trägt Frucht? Was darf noch reifen? Was war Versuch, aber keine Ernte?

Und genau diese Fragen begleiteten mich durch den Juli.

 

Mein persönlicher Sommerwendepunkt

Ich bin diesen Monat aus der Deckung gekommen. Nach Jahren innerer Prozesse, nach einer langen Phase von »sichtbar aber unsichtbar sein«, habe ich mich entschieden, mit meiner Zyklus Clarity Session das erste echte, greifbare Angebot auf meiner Webseite zu verankern.

Vielleicht klingt das für manche nach einem kleinen Schritt. Aber für mich war es ein großer: Denn ich habe viele Jahre eine Art Schein-Sichtbarkeit aufrechterhalten. Meine Webseite war da. Meine Texte auch. Und gleichzeitig war da die Hoffnung, dass niemand sie wirklich findet. Aus Angst, dass jemand mich bucht – und ich mich wirklich zeigen muss.

Jetzt bin ich bereit. Weil ich spüre: Ich habe so viel zu geben. Und ich möchte nicht länger nur senden, sondern auch empfangen. Das ist für mich der wahre Kern von Lammas: Das, was reif ist, darf jetzt geerntet werden. Und was sich nicht gezeigt hat, darf ich loslassen.

 

Kollektive Übergänge: Was euch beschäftigt

Ich habe euch auf Instagram gefragt, wo ihr euch gerade den meisten Halt und Inspiration wünscht. Die Antwort war deutlich: Lebenszyklen & Übergänge. Viele sprachen davon, dass sie sich im Alltag verlieren. Es fehlt an Motivation. Vieles muss getan werden, aber kein richtiger Anfang ist spürbar. Von Ende gar keine Sicht. Und da ist eine riesige Sehnsucht nach Struktur, Klarheit, aber auch nach Sanftheit.

Und ich möchte euch sagen: Ihr seid nicht allein. Es ist gerade diese Schwelle, die uns kollektiv herausfordert. Der Hochsommer mit seinem vollen Licht kann genauso überfordern, wie er inspirieren kann. Es ist nicht verwunderlich, dass jetzt viele das Gefühl haben: »Ich weiß nicht mehr, wo ich stehe.«

 

Übergänge brauchen Raum

Was mir geholfen hat: Mich herauszunehmen. Hinauszugehen. Räume zu wechseln. Nicht sofort zu wissen, was als Nächstes kommt. Sondern erstmal zu spüren: Was ist überhaupt gerade da? Was wirkt noch nach? Und welche Impulse kommen vielleicht von ganz allein?

Für mich war das nie ein linearer Weg. Es ist eher ein Pendeln: zwischen Klarheit und Chaos. Zwischen Lust und Erschöpfung. Zwischen »ich will was teilen« und »ich will einfach nur meine Ruhe«.

Und genau dafür sind die Übergänge da. Sie bringen uns nicht sofort an ein Ziel. Aber sie öffnen innere Türen.

 

Einladung zur Zyklus Clarity Session

Wenn du gerade an einem ähnlichen Punkt stehst, lade ich dich ein, mit mir gemeinsam deinen eigenen Rhythmus zu erforschen. In der Zyklus Clarity Session schauen wir:

  • In welchem Übergang stehst du gerade?
  • Was will sich bei dir wandeln, ordnen, vielleicht auch verabschieden?
  • Wie kannst du deine inneren Zyklen mit der Kraft des Außen verbinden?

Es geht nicht um Leistung oder To-dos. Sondern um Hinspüren. Sortieren. Erkennen. Und daraus vielleicht den nächsten kleinen Schritt gehen.

Der Sommer ist nicht vorbei. Aber er verändert seine Farbe. Lammas erinnert uns daran, dass jeder Übergang Teil eines größeren Rhythmus ist. Dass Klarheit nicht immer laut beginnt, sondern oft in der Tiefe entsteht.

Ich gehe meinen Weg weiter – in aufsteigenden Kreisen, Spiralen, nicht in Geraden. Und ich freue mich, wenn du ein Stück mitgehst.

 

Eine Herzensumarmung zu dir,

Monika.

 

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Juni – Sommersonnenwende

Juni – Sommersonnenwende

Sommersonnenwende 2025: Mut zur Klarheit in der hitzigen Zeitqualität

Am 21. Juni ist der längste Tag des Jahres – kalendarisch beginnt der Sommer. Die Sommersonnenwende ist eine Einladung, achtsam zu erspüren, wie sich diese Zeitqualität für dich persönlich anfühlt. Wo stehst du gerade in dir selbst? Was zeigt sich dir unter dem Licht dieses Wendepunktes?

Der längste Tag des Jahres – eine Einladung zum Innehalten

Die Sommersonnenwende 2025 – sie ist da, und mit ihr dieser besondere Moment im Jahr, an dem das Licht seinen Höhepunkt erreicht. Ich spüre hier auf La Palma noch den sanften Frühsommer, während ich weiß, dass in anderen Teilen Europas die Sommerhitze bereits voll da ist. Und genau das bewegt und inspiriert mich zu diesem Blogbeitrag. Diese äußerlich so klare Zeit fordert uns nicht dazu auf, einfach mitzulaufen – sondern lädt uns ein, wirklich hinzuspüren. Auch wenn der Kalender Sommer ruft – wie fühlt es sich in dir an? Für mich ist dieser Tag eine Erinnerung. Nicht das Tun steht im Vordergrund, sondern das Wahrnehmen. Das Dasein. Und die Frage: Wo bin ich gerade, wirklich?

Sommersonnenwende zwischen Innen und Außen

Es lohnt sich diesen Tag nicht nur im Kalender zu sehen, sondern ganz bewusst zu erleben. Ich nehme wahr, wie unterschiedlich das Außen sich zeigt – hier auf La Palma noch zart und früh, anderswo bereits voller Sommerhitze. Und genau hier zeigt sich, was mich gerade wirklich bewegt.  Es ist nicht das Sichtbare, sondern das, was in mir in Resonanz geht. Es ist nicht immer stimmig, was uns das Außen suggeriert. Deshalb frage ich dich: Wie fühlt es sich in dir an? Vielleicht ganz anders, als erwartet? Vielleicht ist genau jetzt der Moment, einfach still zu werden. Nichts tun zu müssen, sondern wahrzunehmen. Und dir die Frage zu stellen: Wie fühlt es sich gerade wirklich an, in dir zu sein?

Schon unsere Ahninnen und Ahnen spürten diese Schwelle. Der Moment höchster Sonnenkraft war ihnen Anlass für Rituale, Feste und stille Dankbarkeit. Ich persönlich liebe es, diese Qualität mit meinem heutigen Leben zu verweben, ganz ohne esoterischen Kitsch uns allem voran ohne Pflicht. Einfach in dem Wissen – Hier berührt sich Himmel und Erde, außen und innen. Und vielleicht genügt es dir auch, wenn du dich fragst:  Was nährt mich gerade wirklich? Wo spüre ich Klarheit – und wo vielleicht noch ein inneres Zögern?

Rituale und Impulse für deinen persönlichen Wendepunkt

Nimm dir an diesem besonderen Tag einen Moment für dich. Vielleicht zieht es dich nach draußen – ins Licht, in die Wärme oder einfach dorthin, wo du ein bisschen Ruhe findest. Vielleicht magst du dich mit einem Getränk deiner Wahl an deinen Lieblingsplatz setzen – sei es auf dem Balkon, im Garten oder am offenen Fenster. Schau in den Himmel, nimm das Licht wahr, atme durch und spür dich selbst. Es geht nicht darum, große Rituale zu vollziehen. Unsere Vorfahren versammelten sich zu Feuerfesten, tanzten, sangen, ehrten die Sonne mit rituellen Handlungen. Heute lese ich oft Empfehlungen wie „stell Sonnenwasser her“, „zünde ein Lagerfeuer an“ oder „mache 108 Sonnengrüße“.Ich frage mich immer mehr: Fühlen wir uns damit wirklich verbunden – oder wiederholen wir nur, was irgendwo steht? Ich glaube, wir brauchen heute vor allem Ehrlichkeit mit uns selbst. Was stärkt mich wirklich? Was bringt mich in Kontakt mit meinem Inneren – hier, jetzt, in meinem Alltag??

Es darf einfach sein. Ein stiller Moment, ein offenes Herz, eine ehrliche Frage. Was zeigt sich in mir? Was möchte gehen – und was darf jetzt wachsen? Die Verbindung mit dir selbst steht im Vordergrund, mit der Zeitqualität, mit dem, was gerade da ist.

Sommersonnenwende im Alltag – deine Zeitqualität jetzt

Und wenn du dich gerade in einer Phase des Wandels befindest – sei es im Zyklus, im Alltag oder im Inneren – dann nimm wahr, wie dich diese Sommersonnenwende dabei unterstützen kann. Manchmal ist es genau dieser eine Moment, der uns innehalten lässt – und damit mehr bewegt als viele große Pläne. Wenn du dich tiefer mit deiner eigenen Zeitqualität verbinden möchtest, findest du in meinem Freebie Impulse, die dich sanft begleiten. Und wenn du dir Begleitung auf deinem Weg wünschst: Ich bin da und freue mich auf dich.

Eine Herzensumarmung zu dir.

Monika

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Mai: Muttertag & Beltane

Mai: Muttertag & Beltane

Mai: Muttertag & Beltane

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Mai: Muttertag & Beltane – Zwischen Fürsorge, Feuerkraft und Neubeginn

Was heute gefeiert – und morgen vergessen wird

Es ist Muttertag. Und während ich diesen Text schreibe, flutet das Netz über mit Blumen, Herzchen und Sprüchen. Morgen ist Beltane – nach alter Zeitrechnung das Fest zur Frühlingsmitte. Gefeiert wurde es, wenn das erste satte Grün sichtbar war, das Vieh wieder auf die Weiden durfte und das Leben draußen spürbar erwachte. Und doch findet sich dazu kaum ein Wort im kollektiven Bewusstsein. Wie passt das zusammen? Und was haben diese scheinbar so unterschiedlichen Tage gemeinsam?

Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, über diese immer wiederkehrenden Feiertage zu sprechen – nicht aus bloßer Tradition, irgendeiner Zugehörigkeit oder Religion, sondern aus dem Bedürfnis nach Tiefe. Ich kann die Zeit nicht zurückdrehen, aber ich kann versuchen zu spüren, was diese Feste einst bedeutet haben. Und ich kann den Versuch wagen, sie für uns heute zu übersetzen: als Spiegel unserer Sehnsucht, unserer Wurzeln und unserer Lebenskraft. Deshalb lade ich dich ein, mit mir unter die Oberfläche des Konsumrausches zu schauen. Jenseits der romantisierten Vorstellungen von Hexenfeuer und Fruchtbarkeitsfesten. Dort, wo das Leben sich selbst feiert – und der Mensch sich rückverbindet mit dem, was ihn nährt, trägt und hervorbringt: der mütterlichen Kraft des Daseins.

Muttertag – ein Blick hinter die Kulissen

In den sozialen Medien zeigt sich dieser Tag heute in vielen Facetten – und manches davon berührt wirklich. Es wird gedacht an Mütter in Krieg und Verlust, an Frauen, die keine Kinder haben oder keine gebären konnten. Es geht um Selbstfürsorge, um das Urmütterliche, um das, was Halt gibt. Und ich möchte niemandem diesen Tag nehmen oder schlechtreden – er hat seinen Platz. Aber ich finde es wichtig, dass wir auch diesen Feiertag nicht blind übernehmen. Dass wir uns fragen: Was feiern wir hier eigentlich? Was ist der Ursprung dieses Tages, der inzwischen mit so vielen unterschiedlichen Bedeutungen aufgeladen ist?

Es ist wie mit dem Weihnachtsbaum, der oft aus reinem Brauch aufgestellt wird – ohne ein tieferes Wissen um seine Herkunft. Wer erzählt heute noch von alten Bräuchen? Gibt es sie noch, die Großmütter, die weitergeben, was sie einst selbst erlebt haben? Unsere Mütter lebten in einer anderen Zeit – sie konnten dieses Wissen oft nicht mehr bewahren.

Und wir? Wie geben wir diese Feste weiter – an unsere Kinder, an die Menschen um uns herum? Deshalb schreibe ich diesen Text. Um zu erinnern. Um Bewusstsein zu wecken. Und um Mut zu machen, solche Tage ganz bewusst zu feiern – mit Blick auf ihren Ursprung, nicht nur auf ihre Oberfläche.

Der Ursprung des Muttertags, wie wir ihn heute kennen, ist vielschichtig. Er reicht zurück in antike Fruchtbarkeits- und Muttergöttinnenfeste – wie die Verehrung der Rhea in Griechenland oder der Kybele im alten Rom. Diese Feiern ehrten nicht nur die leibliche Mutter, sondern vor allem das nährende Prinzip des Lebens selbst – das Gebären, Wachsen und Werden, sinnbildlich für die Erde als schöpfende Kraft und tatsächlich identifiziere ich mich am meisten mit dieser Art des Muttertages.

Im Mittelalter wandelte sich dieser Fokus: In England wurde der „Mothering Sunday“ zum Tag der Rückkehr zur Mutterkirche – später verbunden mit einem Besuch bei der leiblichen Mutter. Eine christliche Umdeutung, die das spirituelle Zentrum auf die Institution lenkte, nicht mehr auf das Leben selbst.

Der moderne Muttertag aber, wie wir ihn kennen, geht auf eine soziale Bewegung zurück. Anna Jarvis setzte sich Anfang des 20. Jahrhunderts in den USA dafür ein, Mütter für ihren gesellschaftlichen Beitrag zu ehren – als Friedensstifterinnen, als tragende Säulen der Gemeinschaft. Was als persönliche, tief empfundene Geste begann, wurde bald kommerziell vereinnahmt – zuerst von der Blumenindustrie, später von politischen Ideologien.

In Deutschland wurde der Muttertag 1923 von Floristen eingeführt. In der NS-Zeit erhielt er eine ideologische Färbung als „Ehrentag der deutschen Mutter“. Und auch wenn diese Narrative heute verblasst sind, wirken sie unterschwellig weiter – als Erwartung, als Idealbild, als Pflicht zur Aufopferung. Diese Energie sollten wir nicht unterschätzen.

Heute darf dieser Tag neu gelesen werden. Nicht als Ritual des Dankeschön-Sagens, sondern als Möglichkeit zur Rückverbindung: mit der eigenen Herkunft, mit der mütterlichen Kraft in uns selbst, mit dem großen Prinzip der Fürsorge – jenseits von Rollenklischees und leeren Symbolen.

Beltane – das Fest der Lebenskraft

Und dann gibt es da noch Beltane – das alte keltische Fruchtbarkeitsfest – fällt traditionell auf den fünften Vollmond nach der Wintersonnenwende. Du kennst es vielleicht als das Fest zum 1. Mai – oder bringst es vielleicht sogar mit der Walpurgisnacht in Verbindung. Ursprünglich wurde jenes Jahreskreisfest mit dem ersten Grün des Sommers gefeiert. Nicht kalendarisch, sondern fühlbar: Wenn das Leben überquillt, wenn Lust und Wachstum sich zeigen.

Historisch ist Beltane ein Schwellenfest. Es markierte den Übergang von der dunklen in die helle Jahreshälfte. Das Vieh wurde zwischen Feuern hindurchgetrieben, um es zu reinigen und zu schützen. Menschen sprangen über Flammen, tanzten, liebten, ehrten die Kraft der Verbindung. Heute liegt über all dem ein Schleier – aus Halbwissen, Romantisierung oder Esoterik.

Dabei pulsiert darunter noch immer das, worum es immer wirklich ging: Lebenskraft. Berührbarkeit. Schöpfung.

Was wäre, wenn wir Beltane nicht inszenieren, sondern fühlen würden? Nicht als Hexenparty – sondern als Einladung zur Lebendigkeit. Nicht als Fruchtbarkeitsklischee – sondern als Würdigung schöpferischer Kraft in jeder Form.

Mai – die Mitte des Frühlings

Zyklisch betrachtet steht also der fünfte Vollmond für die Mitte des Frühlings. Es ist die Zeit des „zweiten Viertels“ im Mondrhythmus – die Phase der Fülle, des Wachsens, des Sichtbarwerdens. Was wir im Inneren gesät haben, beginnt zu treiben. Wir spüren Aufbruch, aber auch Reibung. Das Alte wirkt noch nach, das Neue fordert Mut. Die Energie dehnt sich – nicht ohne Spannung.

Frage dich:

  • Was will in mir wachsen?
  • Was braucht meine Hingabe – was meine klare Grenze?
  • Wo darf ich mich zeigen – echt, verletzlich, kraftvoll?

Was uns diese Zeit lehren will

Wenn wir auf Muttertag, Beltane und diese Frühlingszeit blicken, spüren wir: Sie alle tragen eine Kraft in sich, die weit über äußere Gesten hinausgeht. Es geht um das Leben selbst – darum, was durch uns wirken will, was genährt, gehalten, geschützt und auch losgelassen werden darf. Und es geht darum, wie wir als moderne Menschen diese alten Bilder und Symbole wieder mit Bedeutung füllen können.

Diese Tage führen uns in Berührung mit unserem Ursprung. Sie zeigen uns, was es heißt, Mensch zu sein – mit all der Verletzlichkeit, Sehnsucht, Gestaltungskraft und Liebe, die darin liegt. Vielleicht ist es genau das, was wir brauchen: Räume, in denen wir uns an das erinnern, was uns wirklich nährt. Und vielleicht dürfen wir neu spüren, was es eigentlich heißt zu feiern – nicht, weil es im Kalender steht, sondern weil wir innerlich berührt sind. Weil etwas uns ruft, das mehr ist als Konsum, mehr als Pflichterfüllung, mehr als eine vorgegebene Rolle. Echte Verbindung, lebendiges Bewusstsein, gelebte Wahrheit – darum könnte es gehen.

Ein letzter Gedanke für diesen Moment

Dieser Mai lädt dich ein, die alten Feste nicht einfach nur zu feiern – sondern zu leben. Nicht inszeniert für andere, sondern verbunden mit dir und dem Ursprung, den sie in sich tragen. Nicht laut, sondern echt.

Teile diesen Beitrag gern mit Menschen, denen du eine tiefere Sicht auf diese Zeit schenken möchtest. Und wenn du Lust hast, weiter in den Jahreskreis einzutauchen: Schau gern öfter auf meinem Blog vorbei – dort findest du Texte zu besonderen Tagen und Übergängen im Jahreskreis. Auf Instagram teile ich regelmäßig Gedanken, Inspirationen und Einblicke in mein zyklisches Leben – ich freue mich, wenn du dort vorbeischaust!

 

Eine Herzensumarmung zu dir

Monika

 

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Ostern neu erinnern – Rituale & Naturverbundenheit

Ostern neu erinnern – Rituale & Naturverbundenheit

Ostern neu erinnern – Rituale & Naturverbundenheit

Ostern: Erinnern. Erwachen. Erheben.

Fühlst du dich nach Frühling? Diese Frage wurde mir kürzlich gestellt – und ich musste ehrlich antworten: nicht wirklich. Der Kalender spricht vom Frühling. Die Natur beginnt zu blühen. Und doch ist es auf La Palma verhältnismäßig kühl und nass. Kein Wunder also, dass auch in mir noch keine wirkliche Wärme aufkommen will. Dieses Jahr ist eher ein langsames Erwachen. Kein Hineinstürzen ins Licht. Eher ein achtsames Tasten. Ein vorsichtiges „Bin ich bereit?“

Wir haben heute Gründonnerstag. Für viele ist das Osterwochenende einfach ein freier Feiertagsmoment: ein Frühlingsausflug, ein gemütliches Beisammensein oder vielleicht ein Gottesdienst. Für mich aber ist es, wie so oft, weit mehr.

Vielleicht geht es dir ähnlich. Vielleicht ist dieses Wochenende für dich auch mehr als nur frei – vielleicht spürst du, dass mehr mitschwingt. Und vielleicht ist es an der Zeit, auch dieses Fest nicht einfach nur mitzumachen, wie wir es oft bei Weihnachten erleben, sondern uns zu fragen: Welche Botschaft trägt es für mich – ganz persönlich? Ich lade dich ein, dir einen Moment zu nehmen und dich selbst zu fragen: Was bedeutet diese Zeit für mich – jenseits von Tradition und Kalender?

Was ist Ostern – und warum feiern wir es eigentlich?

Ostern gilt heute als das zentrale Fest des Christentums – gefeiert als die Auferstehung Jesu nach seinem Tod am Kreuz. Es ist das Versprechen des Lebens nach dem Tod, das Licht nach der Dunkelheit, das Neue nach dem Alten.

Doch die Wurzeln dieses Festes reichen weit zurück – lange, bevor die christliche Kirche es für sich beanspruchte. Schon immer haben Menschen um die Frühlingszeit herum gefeiert: die Wiederkehr des Lichts, das Aufblühen der Natur, die Fülle nach dem kargen Winter. Diese Feste waren tief verbunden mit den natürlichen Zyklen der Erde.

Mit der Christianisierung Europas wurden viele der zuvor naturverbunden gefeierten Frühlingsfeste in kirchliche Strukturen eingebettet. Vieles wurde angepasst oder neu interpretiert, teils aus strategischen Gründen, teils weil die Ursprungsrituale eine tiefe Kraft und Bedeutung hatten. Bis heute sind ihre Spuren in Symbolen und Bräuchen spürbar – manchmal sichtbar, oft eher verborgen. Wenn wir genau hinsehen, erkennen wir darin ein uraltes Wissen, das sich seinen Weg bewahrt hat.

Was war Ostern vor der Kirche?

Vor dem Christentum wurde Ostern nicht „Ostern“ genannt – und doch wurde es gefeiert. Als Fruchtbarkeitsfest, als Frühlingsfest, als Fest der Lebenskraft.

Der Begriff „Ostern“ geht vermutlich auf die germanische Frühlingsgöttin Ostara zurück – eine lichtvolle, lebensspendende Figur, die eng mit dem Frühlingsvollmond, mit Keimung, Fruchtbarkeit und dem Erwachen der Erde in Verbindung gebracht wurde. Die frühen Kulturen feierten mit Feuer, Wasser, Eiern, Tanz, Gesängen. Der Frühlingsvollmond war dabei von zentraler Bedeutung – er markierte den Zeitpunkt für das Fest.

Der Hase – scheu, wachsam und sehr fruchtbar – galt in vielen Kulturen als Sinnbild des Frühlings und des Lebens. Das Ei wurde als Symbol für das neue Leben verstanden, das im Verborgenen heranreift. Aus etwas scheinbar Ruhendem entsteht Lebendigkeit. Beide – Hase und Ei – fanden später Eingang in das christliche Osterfest, doch ihre Ursprünge reichen weit über religiöse Deutungen hinaus.

Und was war davor?

Wenn wir noch weiter zurückgehen – in Zeiten vor Göttergestalten, vor Religionen und strukturierten Riten – dann begegnen wir dem Menschen als fühlendes, wahrnehmendes Wesen. Ein Wesen, das im Einklang mit der Natur lebte. Das aus der Beobachtung heraus feierte. Das den Kreislauf von Leben und Tod, von Licht und Dunkelheit nicht erklären, sondern ehren wollte.

Vielleicht wurde damals nichts „gefeiert“, wie wir es heute tun. Vielleicht war es eher ein Staunen, ein Spüren, ein Sich-Verneigen vor dem Wunder des Lebens. Ein bewusstes Dasein im Hier und Jetzt, getragen von Erde, Himmel, Licht und Zeit. Und vielleicht ist genau das, was wir heute wieder lernen dürfen: Nicht zu glauben, sondern zu fühlen. Uns nicht zu binden an überlieferte Formen, sondern das Lebendige zu spüren, das durch uns wirken will.

Warum Hasen, Hühner, Eier?

Es ist kein Zufall, dass ausgerechnet Hase und Ei zu den bekanntesten Ostersymbolen geworden sind. Ihre Wurzeln liegen im natürlichen Rhythmus der Jahreszeiten:

Hennen beginnen im Frühjahr wieder mehr Eier zu legen, wenn die Tage länger werden. Das Licht stimuliert über die Zirbeldrüse ihre Fruchtbarkeit. Früher war ein Ei nach einem langen Winter etwas Kostbares, Nährendes – und zugleich ein Versprechen: Das Leben kehrt zurück.

Hasen sind Frühlingsboten. Sie leben meist verborgen, werden aber im Frühling aktiv. Ihre Fruchtbarkeit, ihre Wachsamkeit und ihre Beweglichkeit machten sie in vielen Kulturen zu Sinnbildern des Lebens und des Wandels.

Eier zu bemalen, zu verschenken oder zu vergraben, war ein uralter Brauch – ein Fruchtbarkeitsritual, ein Segenszeichen, ein Symbol des Neubeginns.

All diese Symbole tragen keine dogmatische Bedeutung in sich – sie erzählen vom Leben. Vom Kreislauf. Von Hoffnung. Von Erneuerung.

Ostern als innerer Prozess

Ein Wiedererwachen. Eine Einladung, alte Haut abzustreifen. Uns zu erinnern, wer wir sind. Uns zu erheben – nicht über andere, sondern über das, was uns begrenzt hat. Wie eine Knospe, die sprengt, was sie umhüllt. Wie das Licht, das wieder Raum nimmt.

Ich glaube, genau darum geht es. Jedes Jahr wieder. Und dieses Jahr ganz besonders. Denn die Zeit ist herausfordernd. Vieles ist in Umbruch. Vieles ist nicht mehr so wie vorher. Die äußere Welt verlangt Mut, Klarheit, Präsenz. Aber was uns fehlt, ist oft nicht mehr Wissen. Sondern eine Verbindung nach innen. Eine Verwurzelung. Ein Gehaltensein.

Ostern als Rückverbindung: Rituale

Ein paar Impulse, wie das gelingen kann:

Entzünde dein eigenes Osterfeuer – Nicht nur im Garten oder in einer Feuerschale. Sondern als innere Handlung. Was darf in dir brennen? Welche Kraft darf sich zeigen? Vielleicht magst du dich an ein Feuer setzen, ein Symbol hineingeben (einen Zettel, ein Holzstück, eine getrocknete Pflanze) und eine Bitte ins Feuer sprechen: „Ich bin bereit, mein inneres Feuer zu empfangen.“

Sammle Osterwasser im Morgengrauen – Noch heute gibt es in alten Regionen den Brauch, am Ostersamstag vor Sonnenaufgang schweigend Wasser aus einer Quelle zu holen. In dieser Stille, in dieser Achtsamkeit liegt etwas Magisches. Nimm dieses Wasser als Ritualwasser – zum Trinken, zum Besprenkeln deines Altars, als Segen für das neue Leben.

Schreibe deinem künftigen Selbst – Was soll an diesem Osterfest neu geboren werden? Welcher Teil in dir darf auferstehen? Was lässt du zurück? Was beginnt? Schreibe es auf, als wäre es bereits geschehen. Lege den Zettel unter ein Osterei oder in die Erde zu einer Frühlingsblume.

Was ich dir zu Ostern wünsche

Ich wünsche dir, dass du dieses Fest nicht im Kopf, sondern im Herzen begehst. Dass du dich erinnerst an deine zyklische Kraft. Dass du dich verbunden fühlst mit den Kräften der Natur. Und dass du weißt: Auch in dir liegt das Licht, das alles neu werden lässt.

Von Herzen,

Monika

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März-Energie & Ostara

März-Energie & Ostara

März-Energie & Ostara

März-Energie & Ostara: Dein innerer Frühling erwacht

Der März ist eine Schwelle. Ein Moment zwischen Winter und Frühling, zwischen Altem und Neuem. Die Natur beginnt sich zu strecken, sich aus dem Winterschlaf zu lösen. Und auch wir spüren diese Bewegung: Der Wunsch nach Aufbruch, nach Licht, nach Wachstum keimt in uns. Doch noch liegt ein Hauch von Zurückhaltung in der Luft. Noch sind wir nicht ganz aus dem Kokon geschlüpft.

Wir Frauen tragen den Jahreszyklus in uns

Hast du jemals darüber nachgedacht, dass wir Frauen den Zyklus des Jahres in uns selbst durchleben? Während die Natur ein ganzes Jahr braucht, um durch Winter, Frühling, Sommer und Herbst zu gehen, erleben wir all diese Phasen innerhalb eines Monats.

Tag für Tag, Woche für Woche spiegeln unsere Körper genau das wider, was sich um uns herum in der Natur entfaltet. Es ist kein Zufall, dass wir uns in bestimmten Phasen unseres Zyklus nach Rückzug sehnen, während wir an anderen Tagen voller Kreativität, Energie und Tatendrang sind.

Wenn wir verstehen, dass unsere innere Natur, mit der äußeren eng verbunden ist, können wir viel bewusster mit diesen Rhythmen leben und sie für uns nutzen. Zyklisches Leben ist keine Modeerscheinung, sondern tief in uns verankert.

Der März als der Anfang der Follikelphase – die Zeit des vorsichtigen Erwachens.

Der März befindet sich in einer Übergangsphase: Wir lassen den Winter hinter uns, doch der Frühling ist noch nicht in seiner vollen Kraft. Wenn wir diesen Moment in unseren Zyklus übertragen, dann befinden wir uns ungefähr bei Zyklustag 6 bis 9.

  • Es ist die Phase des sanften Erwachens. Unsere Energie steigt, aber wir sind noch nicht in unserer vollen Kraft.
  • Wir spüren den Drang nach Neuem, doch es gibt auch Momente, in denen wir uns noch einmal zurückziehen möchten.
  • Die Kreativität beginnt zu fließen, aber wir sind noch nicht in der Phase des vollen Ausdrucks.

Diese Phase fühlt sich an wie das Kindsein – verspielt, neugierig, voller Tatendrang, aber auch mit dem Bedürfnis nach einem sicheren Hafen. Wir dürfen ausprobieren, entdecken, uns zeigen, aber auch innehalten und spüren. Der Übergang aus dem Winter geschieht nicht von heute auf morgen – wir dürfen ihn bewusst erleben.

Ostara: Das Fest des Gleichgewichts und des Lichts

Die Frühlings-Tagundnachtgleiche, Ostara, bringt uns an einen Punkt vollkommener Balance. Licht und Dunkelheit halten sich die Waage, und von nun an nimmt das Licht stetig zu. Doch warum wurde dieser Moment früher so intensiv gefeiert?

Für unsere Ahn:innen bedeutete das wachsende Licht Hoffnung und Leben. Nach den kargen Wintermonaten brachte es Nahrung, Wärme und Erneuerung. Ostara war ein Fest des Neubeginns, der Fruchtbarkeit und des Wachstums.

  • Das Ei galt als Symbol für Fruchtbarkeit und unendliches Potenzial.
  • Der Hase wurde als Zeichen für die unbändige Lebenskraft verehrt.
  • Rituale halfen, sich mit dem kommenden Wachstum zu verbinden.

Heute kann uns Ostara genau daran erinnern: Die Natur zwingt sich nicht zum Wachsen. Alles geschieht in seinem eigenen Rhythmus. Und so dürfen auch wir uns fragen: In welchem Tempo möchte ich mich entfalten? Welche Samen möchte ich für dieses Jahr setzen?

Falls du tiefer in die Ursprünge der Jahreskreisfeste eintauchen willst, gibt es bald einen Guide dazu – damit du verstehst, woher diese Rituale stammen und wie du sie heute für dich nutzen kannst.

Wie kannst du diese Energie bewusst nutzen?

Loslass- & Manifestationsritual

Journaling-Fragen:

  • Wo spüre ich Ungleichgewicht in meinem Leben?
  • Welche Samen möchte ich setzen?
  • Was darf ich loslassen?

Ritual:

Schreibe auf einen Zettel, was du loslassen möchtest, und verbrenne ihn – egal, ob mit einer Kerze, in einer Feuerschale auf dem Balkon oder bei einem Lagerfeuer in der Natur.

Notiere auf einem zweiten Zettel deine Vision für das neue Wachstum und vergrabe ihn – wie einen Samen, der mit der Natur wachsen darf.

Ostara-Ritual zur bewussten Ausrichtung

  • Nimm dir einen Moment der Stille und spüre in dich hinein: Welche Qualitäten möchtest du in dein Leben einladen?
  • Schreibe oder male deine Intention auf ein Blatt Papier oder einen Gegenstand, der für dich Kraft hat (z. B. ein Ei, einen Stein oder ein kleines Holzstück).
  • Du kannst den Zettel in die Erde geben oder ihn als tägliche Erinnerung an einen besonderen Ort legen/kleben (Visionboard)
  • Alternativ kannst du deine Intentionen einfach in Gedanken formen und sie den Samen beim Aussäen mitgeben – folge dabei deinem Gefühl und wähle den Weg, der für dich am stimmigsten ist.Du kannst dieses Ritual auch als Reel erleben. Ich habe mein eigenes Ritual gefilmt und teile es mit dir – schau gerne auf Instagram vorbei!

Ernährung für die März-Energie

  • Grüne Kräuter wie Brennnessel & Bärlauch zur Reinigung.
  • Keimlinge & Sprossen für frische Lebensenergie.
  • Zitrusfrüchte & Ingwer für innere Wärme & Aktivierung.

Bewegung: Dein inneres Frühlingserwachen tanzen

  • Freie Bewegung: Folge intuitiv deiner inneren Energie.
  • Yoga & Dehnung: Löse den Winterschlaf aus deinem Körper.
  • Spaziergänge in der Natur: Verbinde dich mit dem aufblühenden Leben.

Dein Frühling beginnt jetzt!

Der März ist eine Einladung, dich sanft aus dem Inneren nach außen zu entfalten, Schritt für Schritt aufzubrechen und dich in deiner eigenen Zeit dem Licht entgegenzustrecken. Wie die ersten Knospen, die vorsichtig aus der Erde hervorschauen, dürfen auch wir diesen Moment des Wachsens bewusst erleben – in unserem Tempo, mit Vertrauen in den eigenen Rhythmus. Es ist die Zeit, Visionen keimen zu lassen, erste Schritte zu wagen und dabei gleichzeitig noch die schützende Hülle des Winters zu spüren. Der Frühling ist nicht nur eine Jahreszeit, sondern eine innere Bewegung hin zum Erwachen, zur Klarheit und zum Neubeginn.

Welche Samen möchtest du setzen? Was erwacht in dir? Wie kannst du den Wandel in dir ehren?

Lass uns diesen Weg gemeinsam gehen. Ich teile meine Rituale und Erkenntnisse mit dir – und du? Ich freue mich, von deinem Frühling zu lesen. Teile deine Ostara-Momente mit mir auf Instagram!

Eine Herzensumarmung zu dir,
deine Monika

 

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Neuausrichtung

Neuausrichtung

Neuausrichtung

Neuausrichtung & zyklisches Leben: Warum Stillstand deine größte Kraft sein kann

Manchmal scheint alles stillzustehen. Projekte ruhen, Ideen formen sich nur langsam, und das äußere Wachstum hält inne. Doch gerade in diesen Momenten geschieht oft die tiefste Veränderung – leise, unsichtbar, aber kraftvoll.

Seit einiger Zeit befinde ich mich genau in dieser Phase. Nach einer intensiven Zeit des Heilens und der Reflexion spüre ich, dass etwas Neues entstehen will. Mein Business richtet sich neu aus, Angebote werden klarer, Strukturen dürfen sich ordnen. Und doch – nach außen hin sieht es vielleicht aus, als würde gerade nichts passieren. Keine neuen Posts, keine frischen Inhalte, keine sichtbaren Veränderungen auf meiner Website.

Dieser scheinbare Stillstand ist jedoch ein Geschenk. Er ermöglicht mir, tiefer zu blicken, Altes loszulassen und Raum für das Neue zu schaffen. Genau wie in der Natur gibt es Phasen, in denen Wachstum unsichtbar geschieht – unter der Erde, in den Wurzeln, bevor sich die ersten Triebe zeigen.

Loslassen als bewusster Prozess

Loslassen bedeutet nicht nur, sich von Dingen zu trennen, sondern auch von alten Vorstellungen, Erwartungen und Konzepten. Ich habe mich in den letzten Wochen gefragt: Welche Ideen tragen mich wirklich weiter? Welche Strukturen sind noch stimmig? Und wo halte ich vielleicht noch an etwas fest, das mich eher zurückhält als unterstützt?

Diese Fragen betreffen nicht nur mein Business, sondern auch mein persönliches Leben. Gerade jetzt, wo ich mich körperlich von Altem befreie, zeigt sich, dass auch auf anderen Ebenen vieles gehen darf. Klarheit entsteht nicht durch Festhalten, sondern durch Vertrauen – darauf, dass das, was wirklich zu mir gehört, bleiben wird.

Die Energie des Übergangs nutzen

Vielleicht spürst du selbst gerade eine ähnliche Bewegung in dir. Der Übergang vom Winter zum Frühling bringt eine ganz eigene Qualität mit sich: Es ist die Zeit des sanften Erwachens, der ersten Impulse, der Neuorientierung. Noch ist nicht alles klar, aber die Richtung beginnt sich abzuzeichnen.

Diesen Moment bewusst wahrzunehmen, kann so kraftvoll sein. Statt in Ungeduld zu verfallen, können wir die Energie nutzen, um tief zu spüren: Was will wirklich in die Welt? Was braucht noch Zeit? Und wo darf ich mich selbst mit mehr Liebe und Geduld halten?

Neuausrichtung aus der Tiefe heraus

Bald wird eine Phase folgen, in der sich Strukturen fügen, neue Angebote entstehen und meine Community wieder mit frischen Impulsen versorgt wird. Aber dieser Moment ist noch nicht jetzt. Jetzt ist die Zeit in der viele Dinge im Verborgenen für das Ausen stattfinden.

Inspiriert hat mich auch eine Botschaft aus einem kürzlich gesehenen Video, die meine Gedanken wunderbar ergänzt. Dort wurde über den Februar als Monat der Reinigung gesprochen – eine Zeit, in der wir tiefgehende Transformationsprozesse erleben. Es hieß, dass viele von uns sich müde und ausgelaugt fühlen, weil der Februar uns auf körperlicher, emotionaler und spiritueller Ebene geprüft hat. Die alten Energien der vergangenen Systeme wirken noch stark, doch gleichzeitig bereitet sich etwas Neues vor.

Diese Übergangszeit bringt Herausforderungen mit sich, doch sie schenkt uns auch enorme Klarheit. Themen, die lange verdrängt wurden, zeigen sich jetzt unvermittelt, fordern unsere Aufmerksamkeit und verlangen nach einer bewussten Klärung.

Reinigung auf allen Ebenen

Viele haben diese tiefen Bereinigungsprozesse durch Krankheit, emotionale Herausforderungen oder körperliche Beschwerden erlebt. Doch genau hierin liegt die Chance: Die Erschöpfung zeigt uns, dass wir Altes loslassen dürfen.

Nun, da der Februar sich dem Ende neigt und der Neumond bevorsteht, bietet sich die Gelegenheit, all das bewusst abzuschließen. Eine sanfte Reinigung – sowohl äußerlich als auch innerlich – kann helfen, den Februar mit all seinen Prozessen liebevoll zu verabschieden und das Neue willkommen zu heißen. Vielleicht bedeutet das für dich, dein Zuhause achtsam zu ordnen, einzelne Dinge bewusst loszulassen oder mit einer leichten Körperpflege für dein eigenes Wohlbefinden zu sorgen. Auch innere Reinigung durch Journaling, eine ruhige Meditation oder einfach nur ein tiefes Durchatmen kann helfen, ohne Druck, sondern mit Hingabe, in den kommenden Monat zu fließen.

Der Blick nach vorn

Nach all diesen inneren Prozessen spüre ich eine leise Sehnsucht nach Weite, nach frischer Luft, nach dem ersten Hauch von Frühling. Er kündigt sich sanft an, streicht über die Haut und weckt langsam die Sinne aus dem Wintermodus. Ich spüre, wie sich etwas in mir reckt, wie sich meine Zellen nach mehr Licht sehnen. Die Prozesse des Februars waren tief, manchmal herausfordernd, aber sie haben etwas in mir geweckt. Eine neue Klarheit. Eine neue Sanftheit mir selbst gegenüber.

Der März steht vor der Tür. Mit ihm kommt die Bewegung, das Vorwärtsgehen. Doch ich nehme mir vor, dieses tastende, bewusste Erwachen noch ein wenig zu ehren. Denn im Innehalten liegt eine Kraft, die tiefer geht als jedes schnelle Voranschreiten.

Ich lade dich ein: Schau hin, wo dein Körper mit dir spricht. Wo Symptome nicht nur Symptome sind, sondern eine Einladung, dich selbst auf einer neuen Ebene zu verstehen. Der Februar mag fordernd gewesen sein – aber vielleicht war er auch genau das, was wir gebraucht haben, um mit noch mehr Bewusstheit in den Frühling zu gehen.

Eine Herzensumarmung zu dir,

Monika

 

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Februar: Loslassen und Ausrichten

Februar: Loslassen und Ausrichten

Februar: Loslassen und Ausrichten

Februar als Zeit des Loslassens und Ausrichtens

Der Februar steht für den Übergang in eine neue Phase. Es ist die Zeit des Loslassens, der Ausrichtung und der bewussten Vorbereitung. Ein Moment, in dem wir innehalten, reflektieren und den Raum für Neues öffnen. Genau das habe ich in den vergangenen Wochen intensiv erlebt.

Wochen der Pause. Wochen ohne Posting, ohne Worte nach außen. Nicht aus fehlender Inspiration, sondern weil mein Körper eine andere Sprache gesprochen hat – eine, die ich nicht ignorieren konnte. Ich war krank, und wenn wir ehrlich sind, gibt es kaum einen „günstigen“ Zeitpunkt dafür. Wie oft sagen wir: „Das kann ich gerade gar nicht gebrauchen“, „Jetzt passt es mir nicht“ – als ob Krankheit ein Termin wäre, den wir verschieben könnten.

Aber was, wenn genau diese Pause notwendig war? Was, wenn sie ein wesentlicher Teil des Übergangs in die nächste Phase ist?

Der Körper spricht – und wir hören oft erst, wenn es nicht mehr anders geht

Lange bevor es uns wirklich schlecht geht, sendet unser Körper Signale. Doch oft hören wir erst hin, wenn es unangenehm wird. Schon im Dezember kündigte sich eine Erkältung an, die ich nicht vollständig auskuriert hatte. Im Januar folgte eine Bronchitis, die zwar scheinbar abgeklungen war, doch mein Immunsystem war noch geschwächt. Dadurch war mein Körper anfällig, und so lud ich mir mit Leichtigkeit eine Grippe ein – und schließlich sogar eine Lungenentzündung. Ein Zeichen dafür, dass es an der Zeit war, innezuhalten und tief in die Selbstfürsorge zu gehen.

Die Zeichen des Körpers deuten

Alles, was unser Körper uns symbolisiert, ist wichtig und trägt eine Botschaft über das Körperliche hinaus. Dazu gehört der schmerzende Rücken, die trockene Haut oder auch der Haarausfall. Heute gehe ich aber spezifisch auf das Thema der Atemwegsinfekte ein.

Atemwegsinfekte sind mehr als nur eine Erkältung oder eine Grippewelle, die durchs Land zieht. Sie sind ein Innehalten, ein Stocken. Der Atem, unsere direkte Verbindung zwischen Innen und Außen, ist betroffen. Wir werden gezwungen, langsamer zu atmen, uns zurückzuziehen, in die Stille zu gehen.

Körperlich betrachtet ist es eine Erschöpfung, ein Immunsystem, das gerade alles gibt, um uns wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Auf psychosomatischer Ebene kann es ein Zeichen sein für angestaute Emotionen, für Worte, die nicht ausgesprochen wurden, für einen Druck, der sich über die Zeit aufgebaut hat. Spirituell betrachtet ist der Atem unser Lebenshauch – Prana, Chi, die Essenz unserer Lebenskraft. Wenn dieser Atem stockt, kann es bedeuten, dass wir in einem Transformationsprozess sind, dass unser System Altes loslässt, um Platz für Neues zu machen.

Und wenn wir es noch größer betrachten – viele sprechen davon, dass wir als Kollektiv in einer Umbruchszeit sind. Dass sich Energien verschieben, alte Strukturen sich auflösen, und wir das auch körperlich spüren. Vielleicht ist dieses Kränkeln, diese Müdigkeit, dieses Ringen um Luft genau das: Ein Zeichen, dass sich etwas wandelt.

Von Imbolc, Reinigung und Neubeginn – Februar als Zeit des Loslassens und Ausrichtens

Interessant, dass diese Pause genau in die Zeit von Imbolc fiel.

Imbolc, du kennst es vielleicht unter Lichtmess, das Fest des Lichts, markiert den ersten Aufbruch des Frühlings. Die Natur zeigt uns: Das große Erwachen ist nah, doch vieles geschieht noch im Verborgenen. Die Säfte beginnen zu steigen, die Samen reifen unter der Erde. Es ist eine Phase des stillen Wandels, des behutsamen Hineinspürens in das, was heranwächst. Vielleicht brauchen wir – so wie die Natur – diese Zeit des langsamen Erwachens. Kein erzwungenes Voranschreiten, sondern ein behutsames Hineinfühlen in das, was entstehen will.

Traditionell steht Imbolc für Reinigung und (Neu)Ausrichtung. Es ist die Zeit, Altes loszulassen und Raum für das Neue zu schaffen. Dabei geht es nicht um tiefgreifende, emotionale Prozesse, die wir eher dem Herbst zuordnen, sondern um eine bewusste Vorbereitung auf das, was vor uns liegt. Jetzt ist der Moment, uns einzustimmen, Klarheit zu schaffen und sowohl im Innen als auch im Außen Platz zu machen für das, was wachsen darf. Vielleicht ist Krankheit auf Körperebene genau das: ein Reset. Eine Phase der Entgiftung, des bewussten Freimachens von dem, was nicht mehr zu uns gehört – damit das, was wirklich wichtig ist, sich entfalten kann.

Krankheit nicht als Feind sehen, sondern als Lehrer

Ich merke, wie sehr ich mich gegen das „Pausiert-Werden“ gewehrt habe. Selbstbestimmt eine Auszeit einzulegen, ist etwas ganz anderes. Es hat mich einige Tage beschäftigt, was passiert, wenn ich wochenlang nichts mehr arbeite und poste – gerade jetzt, wo ich frisch selbstständig bin und eigentlich durchstarten wollte. Doch nach diesem Überdenken wurde mir bewusst, dass genau diese Pause nicht Verlust bedeutet, sondern ein essenzieller Teil des Prozesses ist.

Denn jede Phase im Leben prägt die nächste. Wachstum geschieht nicht in einem linearen Tempo, sondern in Wellen. Es gibt Zeiten des Voranschreitens und Zeiten des Innehaltens. Und genau so, wie ein Same nicht sofort sprießt, sondern erst im Dunkeln reift, müssen auch unsere Visionen und Ziele genährt werden. Ich habe mir erlaubt, innezuhalten und mich bewusst auszurichten – auch wenn ich ursprünglich viel mehr im Einklang mit den Zeitqualitäten teilen wollte, wie z. B. zum Jahreskreisfest im Februar oder dem Visionboard.

Ich durfte erkennen: Bevor Neues erfolgreich entstehen kann, braucht es einen fruchtbaren Boden. Es braucht Zeit, Fürsorge und bewusste Vorbereitung, damit das, was wirklich wachsen soll, auch die richtigen Bedingungen vorfindet.

Vorbereitung auf den Frühling – Der Boden muss genährt sein

Es geht nicht nur um das äußere Tun, sondern auch um das innere Fundament – und dabei meine ich nicht nur das Mindset. Denn mentale Klarheit allein reicht nicht aus, wenn der Körper nicht mitkommt. Ich bleibe hier gerne bei der Verbildlichung mit der Aussaat: Ein Samen kann nur keimen, wenn der Boden nährstoffreich, feucht und lebendig ist. Auf ausgetrockneter, erschöpfter Erde wird nichts gedeihen.

Wenn unser Körper müde ist, wenn unser Atem flach wird, dann ist das eine klare Botschaft: Bevor Neues wachsen kann, müssen wir unser Fundament nähren, die Basis ins Gleichgewicht bringen und für gute Bedingungen sorgen.

An dieser Stelle fragst du dich vielleicht, wie das mir als Lebenscoach und zyklische Begleiterin passieren konnte. Nun, ich bin auch nur ein Mensch, genau wie du, und auch ich lerne stetig dazu. Ich habe den gesamten Winter über bewusst auf meine Me-Time geachtet, viel reflektiert, losgelassen und mich ausgeruht. Doch einen entscheidenden Faktor habe ich vernachlässigt: Meinen Körper habe ich nicht ausreichend mitgenommen. Meine Ernährung war definitiv nicht nährend genug, und auch meine inneren Prozesse wurden dadurch nicht optimal unterstützt. Denn alle innere Arbeit nutzt wenig, wenn wir sie nicht ganzheitlich leben – wenn Körper, Geist und Seele nicht in Einklang sind.

Die kollektive Perspektive – Warum so viele mit Atemwegserkrankungen kämpfen

Es ist faszinierend zu beobachten, dass ich mit diesen Themen nicht allein bin. Gerade in dieser Zeit des Jahres scheint es eine große Welle von Atemwegserkrankungen zu geben. Doch statt nur von einer „Grippewelle“ zu sprechen, könnten wir uns fragen: Was zeigt sich hier auf gesellschaftlicher Ebene?

Viele Menschen ringen derzeit mit Erschöpfung, mit dem Gefühl, nicht frei atmen zu können. Was, wenn das nicht nur körperlich gemeint ist? Was, wenn es darum geht, dass wir kollektiv zu viel angesammelt haben? Zu viele unausgesprochene Worte, zu viele ungefühlte Emotionen, zu viel Druck, der auf uns lastet? Vielleicht dürfen wir diese Zeit als Einladung nehmen, in die Selbstverantwortung zu gehen. Uns zu fragen, was wir wirklich brauchen – nicht nur, um gesund zu werden, sondern um nachhaltig gesund zu bleiben.

Loslassen und Ausrichten für den Neubeginn – mit Körper, Geist und Seele

Der Februar ist die Zeit des Zwischenraums. Die dunklen Wintermonate lösen sich langsam auf, das Licht nimmt spürbar zu, doch wir sind noch nicht voll in der Frühlingsenergie angekommen. Es ist die Zeit des inneren Klärens, Loslassen dessen, was uns für die kommenden Schritte nicht dient, des Detoxens – nicht nur körperlich, sondern auch seelisch und geistig. Hier geht es nicht nur darum nur loszulassen, sondern auch darum, die Reserven wieder aufzufüllen. Es ist die Zeit, das Fundament zu stärken, sich bewusst zu nähren und aufzuladen, um den kommenden Schritten mit Kraft und Klarheit begegnen zu können. Unser Körper, Geist und unsere Seele brauchen nicht nur Reinigung, sondern auch gezielte Stärkung, um aus dem Winter heraus in den Frühling zu wachsen.

Diese Phase der Regeneration bereitet uns darauf vor, im Frühling wieder mit voller Kraft nach außen zu gehen. Noch ist es nicht die Zeit für große Sprünge, sondern für bewusste Selbstfürsorge, für das Anerkennen der eigenen Grenzen. Der Atem darf sich wieder weiten, der Körper darf sich sanft erneuern, die Seele darf in ihrem eigenen Tempo heilen.

Vielleicht ist genau das die Einladung dieses Februars: Dem Körper zu vertrauen. Sich mit dem Atem zu verbinden. Und zu spüren, dass jede Phase, auch die der Krankheit, ein Teil des großen zyklischen Ganzen ist.

Denn wenn wir loslassen, was nicht mehr dient, schaffen wir Raum für das, was kommen will.

Ausblick – Was kommt jetzt?

Während der Februar mich in die tiefen Prozesse von Detox und Heilung geführt hat, spüre ich nun, wie sich die Energie verändert. Die ersten Impulse des Frühlings sind da, und ich merke, wie meine Ideen, trotz Pause 😉, Gestalt annehmen. Wir dürfen bald bewusst und kraftvoll in die nächste Phase treten, die für die kommenden Monate einen energievollen Abschnitt in unserem Jahresablauf einläutet. Mit Klarheit, mit einem gut vorbereiteten Nährboden und mit der Gewissheit, dass Wachstum nicht erzwungen werden kann – sondern dass es entsteht, wenn wir gut vorbereiten und entsprechend ausgerichtet sind.

Ich freue mich darauf, weitere Erkenntnisse und langjährige Erfahrungen mit euch zu teilen und gemeinsam in die nächste Phase des Jahres einzutreten. Der Frühling bringt Bewegung – und ich bin bereit, mich von ihm tragen zu lassen, du auch?

 

Eine Herzensumarmung zu dir.

Monika

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