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Mai: Muttertag & Beltane

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Mai: Muttertag & Beltane – Zwischen Fürsorge, Feuerkraft und Neubeginn

Was heute gefeiert – und morgen vergessen wird

Es ist Muttertag. Und während ich diesen Text schreibe, flutet das Netz über mit Blumen, Herzchen und Sprüchen. Morgen ist Beltane – nach alter Zeitrechnung das Fest zur Frühlingsmitte. Gefeiert wurde es, wenn das erste satte Grün sichtbar war, das Vieh wieder auf die Weiden durfte und das Leben draußen spürbar erwachte. Und doch findet sich dazu kaum ein Wort im kollektiven Bewusstsein. Wie passt das zusammen? Und was haben diese scheinbar so unterschiedlichen Tage gemeinsam?

Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, über diese immer wiederkehrenden Feiertage zu sprechen – nicht aus bloßer Tradition, irgendeiner Zugehörigkeit oder Religion, sondern aus dem Bedürfnis nach Tiefe. Ich kann die Zeit nicht zurückdrehen, aber ich kann versuchen zu spüren, was diese Feste einst bedeutet haben. Und ich kann den Versuch wagen, sie für uns heute zu übersetzen: als Spiegel unserer Sehnsucht, unserer Wurzeln und unserer Lebenskraft. Deshalb lade ich dich ein, mit mir unter die Oberfläche des Konsumrausches zu schauen. Jenseits der romantisierten Vorstellungen von Hexenfeuer und Fruchtbarkeitsfesten. Dort, wo das Leben sich selbst feiert – und der Mensch sich rückverbindet mit dem, was ihn nährt, trägt und hervorbringt: der mütterlichen Kraft des Daseins.

Muttertag – ein Blick hinter die Kulissen

In den sozialen Medien zeigt sich dieser Tag heute in vielen Facetten – und manches davon berührt wirklich. Es wird gedacht an Mütter in Krieg und Verlust, an Frauen, die keine Kinder haben oder keine gebären konnten. Es geht um Selbstfürsorge, um das Urmütterliche, um das, was Halt gibt. Und ich möchte niemandem diesen Tag nehmen oder schlechtreden – er hat seinen Platz. Aber ich finde es wichtig, dass wir auch diesen Feiertag nicht blind übernehmen. Dass wir uns fragen: Was feiern wir hier eigentlich? Was ist der Ursprung dieses Tages, der inzwischen mit so vielen unterschiedlichen Bedeutungen aufgeladen ist?

Es ist wie mit dem Weihnachtsbaum, der oft aus reinem Brauch aufgestellt wird – ohne ein tieferes Wissen um seine Herkunft. Wer erzählt heute noch von alten Bräuchen? Gibt es sie noch, die Großmütter, die weitergeben, was sie einst selbst erlebt haben? Unsere Mütter lebten in einer anderen Zeit – sie konnten dieses Wissen oft nicht mehr bewahren.

Und wir? Wie geben wir diese Feste weiter – an unsere Kinder, an die Menschen um uns herum? Deshalb schreibe ich diesen Text. Um zu erinnern. Um Bewusstsein zu wecken. Und um Mut zu machen, solche Tage ganz bewusst zu feiern – mit Blick auf ihren Ursprung, nicht nur auf ihre Oberfläche.

Der Ursprung des Muttertags, wie wir ihn heute kennen, ist vielschichtig. Er reicht zurück in antike Fruchtbarkeits- und Muttergöttinnenfeste – wie die Verehrung der Rhea in Griechenland oder der Kybele im alten Rom. Diese Feiern ehrten nicht nur die leibliche Mutter, sondern vor allem das nährende Prinzip des Lebens selbst – das Gebären, Wachsen und Werden, sinnbildlich für die Erde als schöpfende Kraft und tatsächlich identifiziere ich mich am meisten mit dieser Art des Muttertages.

Im Mittelalter wandelte sich dieser Fokus: In England wurde der „Mothering Sunday“ zum Tag der Rückkehr zur Mutterkirche – später verbunden mit einem Besuch bei der leiblichen Mutter. Eine christliche Umdeutung, die das spirituelle Zentrum auf die Institution lenkte, nicht mehr auf das Leben selbst.

Der moderne Muttertag aber, wie wir ihn kennen, geht auf eine soziale Bewegung zurück. Anna Jarvis setzte sich Anfang des 20. Jahrhunderts in den USA dafür ein, Mütter für ihren gesellschaftlichen Beitrag zu ehren – als Friedensstifterinnen, als tragende Säulen der Gemeinschaft. Was als persönliche, tief empfundene Geste begann, wurde bald kommerziell vereinnahmt – zuerst von der Blumenindustrie, später von politischen Ideologien.

In Deutschland wurde der Muttertag 1923 von Floristen eingeführt. In der NS-Zeit erhielt er eine ideologische Färbung als „Ehrentag der deutschen Mutter“. Und auch wenn diese Narrative heute verblasst sind, wirken sie unterschwellig weiter – als Erwartung, als Idealbild, als Pflicht zur Aufopferung. Diese Energie sollten wir nicht unterschätzen.

Heute darf dieser Tag neu gelesen werden. Nicht als Ritual des Dankeschön-Sagens, sondern als Möglichkeit zur Rückverbindung: mit der eigenen Herkunft, mit der mütterlichen Kraft in uns selbst, mit dem großen Prinzip der Fürsorge – jenseits von Rollenklischees und leeren Symbolen.

Beltane – das Fest der Lebenskraft

Und dann gibt es da noch Beltane – das alte keltische Fruchtbarkeitsfest – fällt traditionell auf den fünften Vollmond nach der Wintersonnenwende. Du kennst es vielleicht als das Fest zum 1. Mai – oder bringst es vielleicht sogar mit der Walpurgisnacht in Verbindung. Ursprünglich wurde jenes Jahreskreisfest mit dem ersten Grün des Sommers gefeiert. Nicht kalendarisch, sondern fühlbar: Wenn das Leben überquillt, wenn Lust und Wachstum sich zeigen.

Historisch ist Beltane ein Schwellenfest. Es markierte den Übergang von der dunklen in die helle Jahreshälfte. Das Vieh wurde zwischen Feuern hindurchgetrieben, um es zu reinigen und zu schützen. Menschen sprangen über Flammen, tanzten, liebten, ehrten die Kraft der Verbindung. Heute liegt über all dem ein Schleier – aus Halbwissen, Romantisierung oder Esoterik.

Dabei pulsiert darunter noch immer das, worum es immer wirklich ging: Lebenskraft. Berührbarkeit. Schöpfung.

Was wäre, wenn wir Beltane nicht inszenieren, sondern fühlen würden? Nicht als Hexenparty – sondern als Einladung zur Lebendigkeit. Nicht als Fruchtbarkeitsklischee – sondern als Würdigung schöpferischer Kraft in jeder Form.

Mai – die Mitte des Frühlings

Zyklisch betrachtet steht also der fünfte Vollmond für die Mitte des Frühlings. Es ist die Zeit des „zweiten Viertels“ im Mondrhythmus – die Phase der Fülle, des Wachsens, des Sichtbarwerdens. Was wir im Inneren gesät haben, beginnt zu treiben. Wir spüren Aufbruch, aber auch Reibung. Das Alte wirkt noch nach, das Neue fordert Mut. Die Energie dehnt sich – nicht ohne Spannung.

Frage dich:

  • Was will in mir wachsen?
  • Was braucht meine Hingabe – was meine klare Grenze?
  • Wo darf ich mich zeigen – echt, verletzlich, kraftvoll?

Was uns diese Zeit lehren will

Wenn wir auf Muttertag, Beltane und diese Frühlingszeit blicken, spüren wir: Sie alle tragen eine Kraft in sich, die weit über äußere Gesten hinausgeht. Es geht um das Leben selbst – darum, was durch uns wirken will, was genährt, gehalten, geschützt und auch losgelassen werden darf. Und es geht darum, wie wir als moderne Menschen diese alten Bilder und Symbole wieder mit Bedeutung füllen können.

Diese Tage führen uns in Berührung mit unserem Ursprung. Sie zeigen uns, was es heißt, Mensch zu sein – mit all der Verletzlichkeit, Sehnsucht, Gestaltungskraft und Liebe, die darin liegt. Vielleicht ist es genau das, was wir brauchen: Räume, in denen wir uns an das erinnern, was uns wirklich nährt. Und vielleicht dürfen wir neu spüren, was es eigentlich heißt zu feiern – nicht, weil es im Kalender steht, sondern weil wir innerlich berührt sind. Weil etwas uns ruft, das mehr ist als Konsum, mehr als Pflichterfüllung, mehr als eine vorgegebene Rolle. Echte Verbindung, lebendiges Bewusstsein, gelebte Wahrheit – darum könnte es gehen.

Ein letzter Gedanke für diesen Moment

Dieser Mai lädt dich ein, die alten Feste nicht einfach nur zu feiern – sondern zu leben. Nicht inszeniert für andere, sondern verbunden mit dir und dem Ursprung, den sie in sich tragen. Nicht laut, sondern echt.

Teile diesen Beitrag gern mit Menschen, denen du eine tiefere Sicht auf diese Zeit schenken möchtest. Und wenn du Lust hast, weiter in den Jahreskreis einzutauchen: Schau gern öfter auf meinem Blog vorbei – dort findest du Texte zu besonderen Tagen und Übergängen im Jahreskreis. Auf Instagram teile ich regelmäßig Gedanken, Inspirationen und Einblicke in mein zyklisches Leben – ich freue mich, wenn du dort vorbeischaust!

 

Eine Herzensumarmung zu dir

Monika

 

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Ostern neu erinnern – Rituale & Naturverbundenheit

Ostern neu erinnern – Rituale & Naturverbundenheit

Ostern neu erinnern – Rituale & Naturverbundenheit

Ostern: Erinnern. Erwachen. Erheben.

Fühlst du dich nach Frühling? Diese Frage wurde mir kürzlich gestellt – und ich musste ehrlich antworten: nicht wirklich. Der Kalender spricht vom Frühling. Die Natur beginnt zu blühen. Und doch ist es auf La Palma verhältnismäßig kühl und nass. Kein Wunder also, dass auch in mir noch keine wirkliche Wärme aufkommen will. Dieses Jahr ist eher ein langsames Erwachen. Kein Hineinstürzen ins Licht. Eher ein achtsames Tasten. Ein vorsichtiges „Bin ich bereit?“

Wir haben heute Gründonnerstag. Für viele ist das Osterwochenende einfach ein freier Feiertagsmoment: ein Frühlingsausflug, ein gemütliches Beisammensein oder vielleicht ein Gottesdienst. Für mich aber ist es, wie so oft, weit mehr.

Vielleicht geht es dir ähnlich. Vielleicht ist dieses Wochenende für dich auch mehr als nur frei – vielleicht spürst du, dass mehr mitschwingt. Und vielleicht ist es an der Zeit, auch dieses Fest nicht einfach nur mitzumachen, wie wir es oft bei Weihnachten erleben, sondern uns zu fragen: Welche Botschaft trägt es für mich – ganz persönlich? Ich lade dich ein, dir einen Moment zu nehmen und dich selbst zu fragen: Was bedeutet diese Zeit für mich – jenseits von Tradition und Kalender?

Was ist Ostern – und warum feiern wir es eigentlich?

Ostern gilt heute als das zentrale Fest des Christentums – gefeiert als die Auferstehung Jesu nach seinem Tod am Kreuz. Es ist das Versprechen des Lebens nach dem Tod, das Licht nach der Dunkelheit, das Neue nach dem Alten.

Doch die Wurzeln dieses Festes reichen weit zurück – lange, bevor die christliche Kirche es für sich beanspruchte. Schon immer haben Menschen um die Frühlingszeit herum gefeiert: die Wiederkehr des Lichts, das Aufblühen der Natur, die Fülle nach dem kargen Winter. Diese Feste waren tief verbunden mit den natürlichen Zyklen der Erde.

Mit der Christianisierung Europas wurden viele der zuvor naturverbunden gefeierten Frühlingsfeste in kirchliche Strukturen eingebettet. Vieles wurde angepasst oder neu interpretiert, teils aus strategischen Gründen, teils weil die Ursprungsrituale eine tiefe Kraft und Bedeutung hatten. Bis heute sind ihre Spuren in Symbolen und Bräuchen spürbar – manchmal sichtbar, oft eher verborgen. Wenn wir genau hinsehen, erkennen wir darin ein uraltes Wissen, das sich seinen Weg bewahrt hat.

Was war Ostern vor der Kirche?

Vor dem Christentum wurde Ostern nicht „Ostern“ genannt – und doch wurde es gefeiert. Als Fruchtbarkeitsfest, als Frühlingsfest, als Fest der Lebenskraft.

Der Begriff „Ostern“ geht vermutlich auf die germanische Frühlingsgöttin Ostara zurück – eine lichtvolle, lebensspendende Figur, die eng mit dem Frühlingsvollmond, mit Keimung, Fruchtbarkeit und dem Erwachen der Erde in Verbindung gebracht wurde. Die frühen Kulturen feierten mit Feuer, Wasser, Eiern, Tanz, Gesängen. Der Frühlingsvollmond war dabei von zentraler Bedeutung – er markierte den Zeitpunkt für das Fest.

Der Hase – scheu, wachsam und sehr fruchtbar – galt in vielen Kulturen als Sinnbild des Frühlings und des Lebens. Das Ei wurde als Symbol für das neue Leben verstanden, das im Verborgenen heranreift. Aus etwas scheinbar Ruhendem entsteht Lebendigkeit. Beide – Hase und Ei – fanden später Eingang in das christliche Osterfest, doch ihre Ursprünge reichen weit über religiöse Deutungen hinaus.

Und was war davor?

Wenn wir noch weiter zurückgehen – in Zeiten vor Göttergestalten, vor Religionen und strukturierten Riten – dann begegnen wir dem Menschen als fühlendes, wahrnehmendes Wesen. Ein Wesen, das im Einklang mit der Natur lebte. Das aus der Beobachtung heraus feierte. Das den Kreislauf von Leben und Tod, von Licht und Dunkelheit nicht erklären, sondern ehren wollte.

Vielleicht wurde damals nichts „gefeiert“, wie wir es heute tun. Vielleicht war es eher ein Staunen, ein Spüren, ein Sich-Verneigen vor dem Wunder des Lebens. Ein bewusstes Dasein im Hier und Jetzt, getragen von Erde, Himmel, Licht und Zeit. Und vielleicht ist genau das, was wir heute wieder lernen dürfen: Nicht zu glauben, sondern zu fühlen. Uns nicht zu binden an überlieferte Formen, sondern das Lebendige zu spüren, das durch uns wirken will.

Warum Hasen, Hühner, Eier?

Es ist kein Zufall, dass ausgerechnet Hase und Ei zu den bekanntesten Ostersymbolen geworden sind. Ihre Wurzeln liegen im natürlichen Rhythmus der Jahreszeiten:

Hennen beginnen im Frühjahr wieder mehr Eier zu legen, wenn die Tage länger werden. Das Licht stimuliert über die Zirbeldrüse ihre Fruchtbarkeit. Früher war ein Ei nach einem langen Winter etwas Kostbares, Nährendes – und zugleich ein Versprechen: Das Leben kehrt zurück.

Hasen sind Frühlingsboten. Sie leben meist verborgen, werden aber im Frühling aktiv. Ihre Fruchtbarkeit, ihre Wachsamkeit und ihre Beweglichkeit machten sie in vielen Kulturen zu Sinnbildern des Lebens und des Wandels.

Eier zu bemalen, zu verschenken oder zu vergraben, war ein uralter Brauch – ein Fruchtbarkeitsritual, ein Segenszeichen, ein Symbol des Neubeginns.

All diese Symbole tragen keine dogmatische Bedeutung in sich – sie erzählen vom Leben. Vom Kreislauf. Von Hoffnung. Von Erneuerung.

Ostern als innerer Prozess

Ein Wiedererwachen. Eine Einladung, alte Haut abzustreifen. Uns zu erinnern, wer wir sind. Uns zu erheben – nicht über andere, sondern über das, was uns begrenzt hat. Wie eine Knospe, die sprengt, was sie umhüllt. Wie das Licht, das wieder Raum nimmt.

Ich glaube, genau darum geht es. Jedes Jahr wieder. Und dieses Jahr ganz besonders. Denn die Zeit ist herausfordernd. Vieles ist in Umbruch. Vieles ist nicht mehr so wie vorher. Die äußere Welt verlangt Mut, Klarheit, Präsenz. Aber was uns fehlt, ist oft nicht mehr Wissen. Sondern eine Verbindung nach innen. Eine Verwurzelung. Ein Gehaltensein.

Ostern als Rückverbindung: Rituale

Ein paar Impulse, wie das gelingen kann:

Entzünde dein eigenes Osterfeuer – Nicht nur im Garten oder in einer Feuerschale. Sondern als innere Handlung. Was darf in dir brennen? Welche Kraft darf sich zeigen? Vielleicht magst du dich an ein Feuer setzen, ein Symbol hineingeben (einen Zettel, ein Holzstück, eine getrocknete Pflanze) und eine Bitte ins Feuer sprechen: „Ich bin bereit, mein inneres Feuer zu empfangen.“

Sammle Osterwasser im Morgengrauen – Noch heute gibt es in alten Regionen den Brauch, am Ostersamstag vor Sonnenaufgang schweigend Wasser aus einer Quelle zu holen. In dieser Stille, in dieser Achtsamkeit liegt etwas Magisches. Nimm dieses Wasser als Ritualwasser – zum Trinken, zum Besprenkeln deines Altars, als Segen für das neue Leben.

Schreibe deinem künftigen Selbst – Was soll an diesem Osterfest neu geboren werden? Welcher Teil in dir darf auferstehen? Was lässt du zurück? Was beginnt? Schreibe es auf, als wäre es bereits geschehen. Lege den Zettel unter ein Osterei oder in die Erde zu einer Frühlingsblume.

Was ich dir zu Ostern wünsche

Ich wünsche dir, dass du dieses Fest nicht im Kopf, sondern im Herzen begehst. Dass du dich erinnerst an deine zyklische Kraft. Dass du dich verbunden fühlst mit den Kräften der Natur. Und dass du weißt: Auch in dir liegt das Licht, das alles neu werden lässt.

Von Herzen,

Monika

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Samhain

Samhain

Samhain

Samhain – Die Zeit der Ahnen und des Wandels

Mit Samhain, welches Ende Oktober/Anfang November gefeiert wird, beginnt die Nacht des Jahres und somit auch das Neujahr unserer Urvölker, wie den Kelten. Dieser Zeitpunkt markiert den Übergang vom Sommer- zum Winterhalbjahr und birgt eine tiefe, spirituelle Bedeutung, die weit über kommerzielle Feste hinausgeht. Wir sind dazu eingeladen, die Verbindung zu unseren Ahnen wiederherzustellen, das vergangene Jahr zu reflektieren und Altes loszulassen, um dem neuen Raum zu geben.

Die Wurzeln von Samhain

In der ursprünglichen Tradition ist Samhain eine Schwellenzeit – so hieß es damals, die Tore zur Anderswelt sind geöffnet, und die Schleier zwischen den Lebenden und den Verstorbenen seien besonders dünn. Es ist die Zeit, in der unsere Ahnen uns näher sind als sonst. Die alten Kelten z. B. verstanden, dass Leben und Tod untrennbar miteinander verbunden sind. So wie die Natur sich in den Rückzug begibt, um Kräfte für das kommende Frühjahr zu sammeln, dürfen auch wir innehalten, reflektieren und uns auf das Wesentliche besinnen.

Historisch wurde Samhain am elften Neumond im Jahreskreis eingeläutet, was die enge Verbindung zu den Zyklen des Mondes verdeutlicht. Der Neumond symbolisierte nicht nur den Abschluss des alten Zyklus, sondern auch den Beginn des neuen, eine symbolische Schwelle zwischen Vergangenem und Zukünftigem.

Heute ist Samhain als Halloween weit verbreitet, doch seine ursprüngliche Bedeutung geht weit über Masken und Süßigkeiten hinaus. Es ist ein Fest, das uns einlädt, innezuhalten, die Vergänglichkeit des Lebens zu ehren und gleichzeitig den Neubeginn willkommen zu heißen. Jene Zeit erinnert uns daran, dass das Ende immer auch ein Anfang ist und dass in der Dunkelheit die Samen für das Neue gelegt werden.

Die Dienstzeit der Ahnen – Eine Zeit der Reflexion und Verbindung

Die Ahnenverehrung ist ein zentrales Element in dieser Zeit. Es ist die Gelegenheit, sich derer zu erinnern, die vor uns gegangen sind, und ihnen zu danken. Unsere Vorfahren glaubten, dass die Seelen der Verstorbenen in dieser Nacht zurückkehren, um die Lebenden zu besuchen. Doch Samhain ist kein Fest der Angst, sondern der Verbindung und des Gedenkens. In vielen Kulturen weltweit finden sich ähnliche Rituale – wie der „Día de los Muertos“ in Mexiko, bei dem Verstorbenen in Dankbarkeit gedacht wird.

So bietet uns die Zeitqualität die Möglichkeit, über familiäre Wurzeln, ungelöste Themen und alte Muster nachzudenken. Was von den Erfahrungen unserer Vorfahren tragen wir in uns, und welche Belastungen können wir jetzt loslassen, um gestärkt weiterzugehen?

Rituale zur Ehrung der Ahnen

Ein kraftvolles Ritual in dieser Zeit ist das Anlegen eines Ahnenaltars. Sammle Fotos und Erinnerungsstücke von verstorbenen Familienmitgliedern, Kerzen, Blumen und Symbole aus der Natur wie Herbstlaub oder Kastanien. Der Altar wird so zu einem heiligen Raum der Verbindung. Zünde Kerzen an, sprich die Namen deiner Ahnen aus und drücke ihnen deine Dankbarkeit aus. Lausche in die Stille und sei offen für die Botschaften, die zu dir kommen.

Eine weitere Möglichkeit ist ein „Dumb Supper“, ein gemeinsames, aber stilles Mahl zu Ehren der Ahnen. Decke einen zusätzlichen Platz für die Verstorbenen und nimm dir die Zeit, in Stille ihre Anwesenheit zu spüren.

Loslassen und Neuwerden

Samhain ist auch eine Zeit des Loslassens. Die Natur macht es uns vor: Die Blätter fallen von den Bäumen, die Pflanzen ziehen sich in die Erde zurück. Auch in uns dürfen alte Muster sterben, damit Neues entstehen kann. Frage dich: Was darf in deinem Leben enden, um Raum für eine neue Vision zu schaffen?

Ein schönes Ritual dafür ist es, deine Intentionen für den kommenden Winter in einem kleinen Zettel niederzuschreiben und diesen am Feuer oder einer Kerze zu verbrennen. Während der Rauch aufsteigt, darf das Alte gehen und das Neue eingeladen werden.

Die Magie von Samhain

In der modernen Welt haben wir oft den Kontakt zu diesen tiefen Wurzeln verloren, doch die Rückbesinnung auf die Rhythmen der Natur und die Weisheit der Ahnen kann uns helfen, uns selbst wieder klarer zu sehen. Samhain erinnert uns daran, dass die Dunkelheit nicht das Ende, sondern der Anfang von etwas Neuem ist. Die Stille birgt das größte Potenzial für Veränderung.

Nimm dir in dieser Zeit die Freiheit, langsamer zu werden, in die Stille zu gehen und dich mit dir selbst und deinen Ahnen zu verbinden. Nutze diese Schwellenzeit, um Altes loszulassen und mit klaren Intentionen in die dunkle Jahreszeit zu gehen.

Herzensumarmung,
deine Monika

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Geburtstag als Neubeginn

Geburtstag als Neubeginn

Geburtstag als Neubeginn

Ein Jahr des Wandels: Der Geburtstag als Neubeginn im zyklischen Lebensprozess.

Heute ist mein Geburtstag. Für viele ein Tag, um zu feiern, zu lachen und auf das neue Lebensjahr anzustoßen. Für mich ist dieser Tag jedoch auch ein tiefgründiger Moment der Reflexion, ein Neuanfang, der oft in seiner Symbolkraft unterschätzt wird. Viel mehr als nur eine wachsende Lebenszahl. Jedes Lebensjahr schließt wie der Jahresring eines Baumes einen Abschnitt in unserem Leben für sich ab. In unserer Gesellschaft feiern wir aber viel mehr, mit Silvester, den Jahreswechsel als den großen Neuanfang. Dabei ist dies eine vergleichsweise sehr moderne Erscheinung. Lass mich dich hier kurz in die Geschichte des Kalenders mitnehmen.

Wie lange feiern wir Menschen den Jahresanfang?

Die Tradition, das neue Jahr am 1. Januar zu feiern, entstand mit der Einführung des julianischen Kalenders durch Julius Caesar im Jahr 46 vor Christus. Vorher begann das Jahr in Rom am 1. März, was mehr im Einklang mit der Natur und dem Frühlingsbeginn stand – einer Zeit des Neubeginns und Wachstums. Der 1. Januar wurde zunächst gewählt, um den Amtsantritt der römischen Konsuln zu markieren, war jedoch nicht sofort in allen Kulturen der offizielle Jahresanfang.
Im Mittelalter verschob sich der Jahresbeginn in vielen christlichen Regionen auf den 25. Dezember (Weihnachten) oder den 25. März (Frühlings-Tagundnachtgleiche), was den natürlichen und spirituellen Zyklen näher stand. Erst mit der Einführung des gregorianischen Kalenders im Jahr 1582 wurde der 1. Januar weltweit wieder als Neujahr etabliert.
Vor der Einführung dieses Kalenders – und in vielen Kulturen bis heute – markiert der Jahreswechsel oft die Verbindung zur Natur: Das chinesische Neujahr richtet sich nach dem Mondkalender, während das jüdische und islamische Neujahr ebenfalls zu unterschiedlichen Zeiten im Jahr gefeiert werden. Diese Vielfalt zeigt, dass der Neuanfang eines Jahres oft im Einklang mit natürlichen und spirituellen Zyklen stand – ein Konzept, das in unserer modernen Zeit häufig übersehen wird.

Natürlicher Zyklus im Fokus – nicht zu unterschätzen der eigene Lebenskreislauf

Wenn wir das neue Jahr im Einklang mit der Natur zelebrieren, liegt es doch auf der Hand, den eigenen Zyklus ebenso als Wendepunkt im Leben anzusehen. Unsere persönlichen Zyklen, die uns nicht nur einmal im Jahr, sondern in vielen verschiedenen Formen immer wieder neu formen. Mein Geburtstag ist für mich zu einem solchen persönlichen „Neujahr“ geworden, den ich bereits Tage zuvor – wie den Übergang zu einem neuen Jahr – zelebriere. Für mich ein Moment, um innezuhalten, zurückzublicken und mich auf den nächsten Zyklus meines Lebens vorzubereiten. Und dieses Jahr hat mich mehr geprägt als jedes zuvor.

Ein Jahr des Verlustes – und der Wiederfindung

Dieses Lebensjahr war ein besonders und zeitgleich ein herausforderndes für mich. Ein runder Geburtstag, den ich mit großen Visionen begonnen habe. Nach einigen Schicksalsschlägen der vergangenen Jahre hatte ich das Gefühl wieder angekommen zu sein. Den Flow zu spüren. Wir haben nach dem Vulkanausbruch ein neues Zuhause gefunden, an dem wir voller Zuversicht renovieren, ich hatte mit einer Herzensschwester ein Businessbaby auf die Welt gebracht und die Hochzeit mit meinem Seelenbuddy stand ebenso für mein 41. Lebensjahr auf der Liste. Alles insgesamt sehr erfüllende Ereignisse, die mich auf meinem Weg beflügelt haben. Doch bereits in den ersten Monaten fühlte ich eine Erschöpfung, die ich erst einmal nicht zuordnen konnte. Die erste Hürde, die es für mich zu verstehen und integrieren gab. Das Businessprojekt – an welches ich noch immer glaube – hatte mich ausgebrannt. Ich habe mich mit dem eigenen Anspruch daran verausgabt. Zudem hatte mein Alltag so viel Energie von mir abverlangt, sodass ich im Januar alles auf meiner Liste auf ein Minimum reduziert hatte. Nicht einfach, denn es galt ja noch eine Hochzeit zu organisieren. Und während ich einen der schönsten Tage meines Lebens vorbereite und am 15. März zelebrierte, machte ich nur wenig später eine Erfahrung, die mich emotional und körperlich sehr tief getroffen und regelrecht aus dem Flow des Lebens geschmissen hat: die stille Geburt unseres dritten Kindes in der 14 Schwangerschaftswoche.

Diagnose: Fehlgeburt

Worte können kaum den Schmerz beschreiben, der mich in diesen dunklen Momenten begleitet hat. Plötzlich war ich nicht mehr die Person, die ich zuvor war, und meine Pläne, meine Träume und meine Intentionen, die ich für dieses Jahr hatte, wurden überschattet, teilweise sogar nichtig.
Die Monate danach waren schwer. Die Erlebnisse und Begegnungen rund um diese Schwangerschaft und Geburt lösten so vieles in mir aus. Der Verlust war schon schwer zu tragen, doch da war plötzlich so viel mehr, das gesehen werden wollte. Wie sollte ich weitermachen? Wie sollte ich mich neu ausrichten, wenn sich plötzlich alles so fern anfühlte? Doch auch wenn ich es in diesem Moment nicht sehen konnte, dieser Verlust hat mich auf eine andere, vielleicht tiefere Weise verändert. Er zwang mich, in mich hineinzuhören, mich neu zu definieren und meine eigenen Bedürfnisse und Gefühle auf eine Weise wahrzunehmen, die ich zuvor offensichtlich vernachlässigt hatte.
Ich begann zu verstehen, dass auch dieses schmerzhafte Ereignis Teil meines zyklischen Lebens ist. In der Natur gibt es kein Wachstum ohne Rückzug, keine Blüte ohne Winter. Ich habe gelernt, dass ich mir selbst in diesen Momenten des Verlustes und der Dunkelheit erlauben darf zu trauern, mich zurückzuziehen, um dann Schritt für Schritt wieder ins Licht zurückzufinden.

Eine spirituelle Reise: Lernen, in Zyklen zu leben

Ein entscheidender Wendepunkt kam, als ich eine Anfrage bekam, an einer retreatähnlichen Reihe mitzuwirken. Diese Zeit forderte mich nicht nur körperlich heraus. Ich musste mich zwingen nach nahezu sozialer Isolation, einem normalen Tagesablauf zu folgen. Doch vor allem stärkte mich diese Erfahrung seelisch so sehr, dass ich wieder einen Hauch von innerem Frühling wahrnehmen konnte. Das Retreat hat mir so vieles aufgezeigt. Durch das liebevolle Miteinander im Frauenkreis, die tiefe Achtsamkeit und das einander spiegeln habe ich mich selbst wieder gesehen und gehalten gefühlt.
Das Frühstück für die Teilnehmerinnen vorzubereiten und mitten in dieser spirituellen Erfahrung zu sein, war genau das, was es für mich gebraucht hatte. Mein Anker. Ich begann zu erkennen, wer ich wirklich sein möchte, und wie wichtig es ist, in Momenten der Stille auf das eigene Herz zu hören. Die Dankbarkeit, die ich während dieser Zeit empfunden habe, begleitet mich bis heute. Sie erinnert mich an meine eigene Kraft, in schwierigen Zeiten weiterzumachen und zu verstehen, dass auch die tiefsten Täler eines Tages wieder von Licht durchflutet werden. Nicht nur einmal habe ich dies in den vergangenen Jahren durchlaufen dürfen.

Der Zyklus als Quelle der Stärke

Besonders tief verwurzelt wurde durch meine Erfahrungen in diesem Lebensjahr, meine Verbindung zum eigenen Zyklus und das Verständnis dafür, wie er uns Frauen in unserem Leben beeinflusst. Jene Konzepte helfen mir, nicht nur die Hochs, sondern auch die Tiefs als Teil eines größeren Ganzen zu begreifen. Wenn wir lernen, unsere Zyklen zu verstehen und im Einklang mit ihnen zu leben, finden wir eine Balance, die uns in den schwierigsten Zeiten trägt.

Dieses Jahr hat mich noch einmal mehr gelehrt, dass es in Ordnung ist, still zu sein, zu trauern, sich zurückzuziehen – denn das gehört zum Prozess des Wachsens dazu. So wie die Natur sich im Winter zurückzieht, um im Frühling neu zu erblühen, so dürfen auch wir in unseren persönlichen Zyklen Raum für Rückzug und Heilung schaffen.

Auf dem Weg zu einem neuen Ich

Durch diese Erfahrungen bin ich heute eine stärkere und reflektiertere Version meiner selbst. Mein Geburtstag symbolisiert nicht nur ein neues Lebensjahr, sondern einen bewussten Neubeginn – ein Neuanfang, der mich einlädt, meine inneren Zyklen zu feiern und meine Reise der Persönlichkeitsentwicklung fortzusetzen. So möchte ich auch dich weiterhin ermutigen, dich auf deine eigenen Zyklen einzulassen. Finde Wege, dich im Einklang mit deinen Lebensphasen zu stärken und zu heilen. Es gibt viele Möglichkeiten, dich mit dir selbst zu verbinden und deine innere Balance zu finden und wenn du mehr über zyklisches Leben, Selbstfürsorge und zyklische Achtsamkeit erfahren möchtest, begleite mich auf diesem Weg. Lass uns zusammen entdecken, wie wir im Einklang mit der Natur und unseren inneren Zyklen ein erfüllteres Leben führen können.

Verbinde dich mit mir

Obwohl es in den letzten Monaten auf meinen Social-Media-Kanälen ruhiger war, spüre ich, dass auch diese Phase bald zu einem neuen, aktiveren Kapitel übergehen wird. Folge mir auf meinen Kanälen, um mehr über mein Coaching, das zyklische Leben und meine persönliche Reise der Persönlichkeitsentwicklung zu erfahren. Gemeinsam können wir lernen, verstehen und integrieren. Ich freue mich, dich auf diesem Weg zu begleiten.

 

Eine Herzensumarmung zu dir.

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Sommerenergie

Sommerenergie

Sommerenergie

Sommerenergien richtig nutzen

Der Juli ist da, und mit ihm kommt die volle Energie des Sommers. Die Tage sind lang, warm und durch die Sonne lichtdurchflutet. Die Natur zeigt sich in ihrer vollen Pracht und wir spüren die Lebendigkeit und Energie dieser Jahreszeit. Auf uns wirkt die pure männliche Hochleistungsenergie der sommerlichen Sonne. Lass uns, sie also optimal nutzen. Es ist eine Zeit im Jahr, in der wir viel im Außen sind – sowohl räumlich als auch mental. Für ein gesundes Gleichgewicht braucht es im Sommer einmal mehr den Blick auf unsere Selbstfürsorge. Unsere Tage sind voll mit Aktivitäten, die zusätzlich zum eh schon viel zu vollen Alltagsgeschehen hinzukommen und das kann so manches Mal uns an unsere Grenzen bringen.

Selbstfürsorgen im Sommer

In der Natur beginnt nun die Zeit der Reifung. Es braucht jetzt nicht mehr viel im Außen, um bald mit dem beginnenden Herbst ernten zu können. Entscheidend ist ein gesundes Gleichgewicht zwischen weiblicher und männlicher Energie. Heute habe ich Tipps für dich, wie du mehr Selbstfürsorge und Achtsamkeit im Juli und den kommenden Sommerwochen in dein Leben integrieren kannst. Halten wir diesen Augenblick inne und erkunden gemeinsam, wie wir die kraftvolle Energie des Juli nutzen können, um uns selbst zu nähren und zu wachsen, anstatt ausgebrannt in die kommende Jahreszeit zu gehen.

Die Natur als Vorbild: Blüten werden zu Früchten

Im natürlichen Jahreszyklus verwandelt Mutter Natur im Juli die Blüten des Frühlings in Früchte. Diese Transformation ist ein kraftvolles Symbol für Reife. Es braucht nicht mehr im viel im Außen als die wärmende Energie der Sonne, um alles ausreifen zu lassen. Was bisher nicht in der Kraft war groß zu werden, wird auch in der Hitze des Sommers nicht mehr wachsen. Wir dürfen erkennen, dass es in diesem Monat vielmehr um eine gesunde Reife geht als um den schnellen Wachstum. Das würde viel zu viel Energie kosten. Mutter Erde ist nun in einer sehr fürsorglichen Energie. So wie die Natur ihre Früchte nährt, dürfen wir uns selbst nähren und unsere eigene Reife voranschreiten lassen.

Balance zwischen Energie und Ruhe

Dies ist deine Einladung, deine fürsorgliche Seite zu umarmen und liebevoll für dich selbst zu sorgen. Es ist eine Zeit, in der wir uns fragen dürfen: Sorge ich für mich mit der gleichen Hingabe, wie eine Mutter für ihr Kind?
Wir dürfen uns wieder einmal veranschaulichen, dass es immer eine gesunde Balance zwischen männlicher und weiblicher Energie braucht, um wirkliche Reife zu erfahren. In der Natur reifen die Früchte nur mit der nötigen Wärme und Sonneneinstrahlung (männliche Kraft) heran, wenn sie genug Wasser samt nährstoffreicher Erde (weibliche Fürsorge) zur Verfügung haben. Es braucht beides.

Selbstreflexion im Sommer

Die lebendige Sommerenergie kann uns antreiben, mehr zu wollen und über unsere Grenzen hinauszugehen. Diese Energie ist beflügelnd, aber auch riskant, denn im Sommer besteht die Gefahr des Ausbrennens. Es ist wichtig, dass wir lernen, auf unser Inneres zu hören und unsere Bedürfnisse zu respektieren.

Hier sind einige Fragen, die du dir im Sommer stellen kannst, um die Balance zu halten:

Wie kannst du dich auf deinem Weg unterstützen?
Wer kann dir eine helfende Hand reichen?
Was benötigt jetzt deine fürsorgliche Aufmerksamkeit?
Was möchte gepflegt werden?
Nimmst du dir genügend Pausen?
Wie kannst du deine Selbstliebe vertiefen und weiterentwickeln?

Die Energie des Sommers nutzen

Ein jeder Sommer birgt die Möglichkeit, deine Achtsamkeit und Selbstliebe zu vertiefen. Was uns im Rückzug des Winters leichter fällt, dürfen wir im Sommer bewusst anwenden. Vertraue darauf, dass alles zur richtigen Zeit kommt. Auch, wenn es mancherorts an Sonne fehlt – dann ist es das, was es gerade vermehrt dort braucht. Ich kann dich immer wieder nur dazu einladen, die Natur zu beobachten. Was ist gerade dran, was kannst du für dich davon in dein Leben einladen?

Hinweise für den Sommer

  • Stärke jetzt deine Beziehungen: Es ist der ideale Moment, um tiefe, herzliche Verbindungen aufzubauen, die gleichzeitig dein Unterstützungsnetzwerk formen. Nimm dir Zeit für die Menschen, die dir wichtig sind. Gemeinsame Erlebnisse und tiefe Gespräche stärken nicht nur deine Beziehungen, sondern auch dein eigenes Wohlbefinden.
  • Reflektiere und plane: Nutze die langen, ruhigen Abende für Selbstreflexion. Was möchtest du in den kommenden Monaten erreichen? Welche Schritte kannst du jetzt unternehmen, um diese Ziele zu verfolgen?
  • Verbringe Zeit in der Natur: Lass dich von der Natur inspirieren. Ein Spaziergang im Wald, ein Tag am See oder einfach ein paar Minuten im Garten können Wunder für dein Wohlbefinden bewirken.
  • Pausen einplanen: Plane bewusst Pausen und Ruhezeiten in deinen Tagesablauf ein. Eine kurze, Siesta, wie die Siesta in südlichen Kulturen, oder eine entspannende Meditationssitzung können dir helfen, deine Energie aufzufrischen.
  • Dankbarkeit fühlen: Führe ein Dankbarkeitstagebuch und notiere täglich, wofür du dankbar bist. Diese Praxis hilft dir nicht nur dabei, den Fokus auf das Positive zu lenken und deine Zufriedenheit zu steigern. Sie unterstützt dich ebenso dabei, nicht der zu Höchstleistung treibenden Energie des Sommers zu verfallen.

Selbstliebe im Fokus

Im Juli darfst du deine Selbstliebe in den Fokus stellen. Frage dich, wie du diese weiterentwickeln und vertiefen kannst. Glaube daran, dass du genug Zeit hast. Gib dich der aktuellen Energie hin und verschwende deine Kraft nicht an Dinge, die gerade nicht dran sind.

Ich wünsche dir einen liebevollen und nährenden Sommer, voller Wärme und Selbstfürsorge! Lass uns diese sommerliche Energie nutzen, um mehr Achtsamkeit und Selbstliebe in unser Leben zu bringen.

Eine Herzensumarmung zu dir

Monika

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Hallo Juli

Hallo Juli

Hallo Juli

Hallo Juli

Es ist Juli – Die zweite Jahreshälfte ist angebrochen. Wir dürfen nun das Kalenderblatt wenden, sofern so eins noch genutzt wird. Die Tage sind lang und warm, die Nächte mild und voller Sterne. Die Natur steht inzwischen in ihrer vollen Pracht und geht es dir nicht genauso, dass du jeden möglichen Augenblick draußen verbringen möchtest?
Mittsommer, die Sommersonnenwende, war vor einigen Tagen. Das fünfte Jahreskreisfest von acht in unserem Jahr. Wo heutzutage, mit religiösem Hintergrund, der Johannistag gefeiert wird – brannten noch vor dem Christentum zu dieser Zeit ebenso große Feuer zu Ehren der Sonne und des Sommers. Im heutigen Kalender kennzeichnet der 21. Juni den Sommerbeginn, dabei markiert jenes Fest vielmehr die Mitte des Sommers und somit auch die unseres Jahres. Ein Wendepunkt. Nicht nur auf dem Kalenderblatt. In der Natur wandelt sich die Zeit des Blühens, langsam zur Ernte hin.

Der Sommer als Lebensphase

Der Sommer symbolisiert nicht nur eine Jahreszeit, sondern auch eine Lebensphase voller Vitalität und Wachstum. Es ist die Zeit der Selbstverwirklichung und der Fülle. In dieser Phase unseres Lebens sind wir oft voller Tatendrang und bereit, für unsere Ziele weit zu gehen. Wir entdecken unsere Leidenschaften und setzen unsere Visionen in die Tat um. Die Natur lehrt uns, dass jede Jahreszeit ihren eigenen Rhythmus und ihre eigene Schönheit hat. So wie der Sommer uns Wärme und Licht schenkt, können wir auch in unserem Leben Zeiten des Wachstums und der Erfüllung erleben. Diese Phase erinnert uns daran, wie wichtig es ist, unseren inneren Kompass zu folgen und uns von unserer inneren Sonne leiten zu lassen.

Das (Aus)reifen beginnt

In der Natur reifen nun die Früchte heran. Es braucht nicht mehr viel im Außen. Was im Frühling gut vorbereitet wurde und unter günstigen Bedingungen angewachsen ist, wird wohlschmeckende Früchte tragen. Eine Phase, die gewisse Geduld erfordert. Übersetzen wir dies wieder aus der Natur für unser Leben, so bedeutet es jetzt für die eigenen Ziele „dranzubleiben“, wie die reifenden Früchte an der Mutterpflanze hängen müssen, um zu gedeihen. Die Sommerenergie bringt alles mit sich, was es dafür braucht.

Ein Wendepunkt

Die Sommersonnenwende, sowie die anderen Jahreskreisfeste sind eine wunderbare Möglichkeit, für uns in natürlichen Abständen für einen Augenblick stehenzubleiben, wahrzunehmen und auch zu verarbeiten, ganz gleich, ob wir tief in Spiritualität oder religiöse Traditionen eingewoben sind. Diese Zeitenqualitäten haben eine Wirkung auf uns, selbst wenn wir die von der Menschheit selbst geschaffenen Rituale möglicherweise ablehnen. Hier geht es um mehr als Brauchtum. Der Ursprung in all dem liegt in der Natur und diese lädt uns durch ihre Jahreszeiten immer wieder ein innezuhalten.
Das erste Halbjahr ist vorbei und so dürfen wir bewusst zurückblicken, schauen, was gut war, was besser sein könnte. Wir dürfen loslassen und reinigen. Einer der wichtigsten Punkte ist es, regelmäßig auszumisten. Du denkst nicht darüber nach, ob und wann du in deinem Haushalt den Müll leerst. Geht es aber darum in uns Ordnung zu bringen und von unnötigem zu befreien, da fehlt es auf einmal an Zeit, Lust und sogar an dem Sinn darin.
All jene Punkte durchgegangen dürfen wir dann auch in die kommende Jahreshälfte blicken, aussenden und natürlich, ganz Sommer like das Leben feiern.

Reflexion

Was ist seit den Intentionen geschehen, die du dir zum Jahresanfang gesetzt hast für das neue Jahr, was hast du im vergangenen Halbjahr von deinen Plänen umgesetzt? Wie hast du dich gefühlt, was hast du bewegt, bewirkt, geschaffen?
Reflektiere mit mir über deine vergangene 6 Monate. Gehe die folgenden Fragen für dich in Ruhe durch und beantworte sie bestenfalls schriftlich in deinem Tagebuch. Ich empfehle dir sogar sie bis zur Wintersonnenwende aufzubewahren.
So nimm gerne dein Tagebuch zur Hand und beantworte folgende Fragen für dich:

  • Wie ist es mir die letzten 6 Monate ergangen?
  • Was habe ich erreicht, was habe ich erlebt?
  • Was möchte ich heute feiern? Wofür bin ich dankbar?
  • War ich erfolgreich in der Erreichung meiner Ziele?
  • Was hat mir gefehlt?
  • Was in meinem Leben muss sich verändern, um vorwärtszukommen?
  • Was muss ich an mir verändern, um vorwärtszukommen?
  • Welche Gewohnheiten möchte ich hinzunehmen oder verändern, um Fortschritte zu machen?
  • Wer hat mich in den vergangenen Monaten begleitet? Tun mir jene Personen gut?

Loslassen & Reinigen

Bei diesen Fragen wirst du sicherlich Erkenntnisse darüber gewinnen, welche Dinge und Gewohnheiten du loslassen möchtest. Was ist zur Materie geworden, was hast du dir in dein Leben angezogen, in dein Leben als Gegenstand geholt, das nun nicht mehr zu dir passt? Schaffe Ordnung in deinen Wohnräumen sowie am Arbeitsplatz, um dich und deine Umgebung zu reinigen. Verabschiede dich von dem, was dir nicht mehr dient, und reinige auch abschließend unter anderem durch Räuchern auf energetischer Ebene.

Ausblick auf das Kommende

Nun, da du gereinigt und reflektiert hast, ist es Zeit, deine Energie auf das Neue auszurichten. Neuausrichtung & Manifestation. Heute ist eine gute Gelegenheit, noch einmal die Ziele anzuschauen, die du dir für das Jahr gesetzt hast. Eine Bestandsaufnahme, um dir wieder darüber klar zu werden, was Du vielleicht verändern musst, um wieder auf Kurs zu kommen. Setze dir klare Absichten und Ziele. Was möchtest du in deinem Leben manifestieren? Visualisiere deine Wünsche und träume groß. Notiere deine Ziele und erstelle einen Plan, wie du sie erreichen kannst. Denke daran, dass jeder kleine Schritt zählt und dich deinem Ziel näherbringt. Auch hier habe ich ein paar helfende Fragen für dich:

  • Was steht für die zweite Jahreshälfte auf meiner Liste?
  • Was sind meine Wünsche?
  • Habe ich einen Herzenswunsch?
  • Was brauche ich dafür?
  • Wo will ich Ende des Jahres stehen?
  • Wovon will ich mehr in meinem Leben?
  • Mit wem möchte ich mehr zusammen sein?

Das Leben feiern

Nach der Arbeit das Vergnügen. Hast du es bis hierher geschafft? Ich gratuliere dir, denn das ist eine wirkliche Leistung! Auch, wenn du die Fragen übersprungen hast, lade ich dich dazu ein, dir vielleicht nur je eine auszusuchen und sie ehrlich zu beantworten. Du wirst sehen, es ist der erste Schritt für die Veränderung in deinem Leben. Ganz ohne Grund bist du nämlich nicht bei diesem Blogartikel gelandet. Und dann lass uns das Leben feiern. Die Sommersonnenwende ist ein Fest der Sinne und der mütterlichen Fülle. Mutter Erde gibt im Überfluss, und wir sind dazu eingeladen, unsere bedingungslose Großzügigkeit zu teilen und Feste zu feiern, um unsere Freude auszudrücken.

Kennst du den Brauch, Kräuter zur Sommersonnenwende zu sammeln? Das hat einzig und alleine den Ursprung darin, dass nun im Hochsommer die Kräuter in ihrer wirkungsvollsten Kraft stehen. Alles, was zu Mittsommer geerntet und verarbeitet wird, trägt die volle Kraft des Sommers in sich, ist voller Erinnerungen an diese Zeit. Kräutertees, Räuchermischungen und Duftsträuße können diese Stimmung dann im Herbst und Winter wieder in uns aufleben lassen.
Lass uns die volle Sommerenergie aufnehmen und für die kalten Wintertage sammeln, lass und zusammen kommen und Geselligkeit ausleben und in den zurückgezogenen Tagen des Winters davon schwelgen. Jetzt ist der beste Zeitpunkt, um aus der Fülle heraus das Leben zu genießen und somit auch die inneren Speicher für härtere Tage aufzufüllen.

Einladung zum gemeinsamen Entdecken

Lass uns gemeinsam die Weisheiten der Natur entdecken und die Magie der Sommersonnenwende in unser Leben integrieren. Auf meinem Instagram-Kanal teile ich regelmäßig inspirierende Gedanken, Rituale und Tipps, wie wir die natürlichen Zyklen nutzen können, um ein erfülltes und authentisches Leben zu führen. Folge mir und werde Teil einer Community, die einander unterstützt und inspiriert.
Gemeinsam können wir die Fülle des Sommers feiern und unser inneres Licht zum Leuchten bringen. Ich freue mich darauf, dich auf dieser Reise zu begleiten und dir viele wertvolle Inspirationen mitzugeben.

 

Eine Herzensumarmung zu dir,

deine Monika

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